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Artikel der Kategorie ‘Kirche’

Winden erinnert an den heiligen Willibrord

November 10, 2022 Von: Redaktion Kategorie: Kirche Noch keine Kommentare →

Nach zweijähriger coronabedingter Abstinenz konnte der Kirchort Winden vergangenen Samstag wieder sein Patronatsfest zu Ehren des Hl. Willibrord feiern. Winden ist die einzige Gemeinde im Bistum Limburg, die den Heiligen als Orts- und Kirchenpatron in ihrem Namen führt und verehrt.

Das Patrozinium ist schon sehr alt. Es wurde erstmals in einer Urkunde vom 27. Juli 1462 erwähnt und hat über 550 Jahre allen Widrigkeiten zum Trotz bis heute Bestand. Ein Armreliquie des Heiligen befindet sich seit dem Jahr 1935 in der Kirche, wo sie unter der Mensa des Altares für jeden sichtbar aufbewahrt wird.

Der feierliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Scheungraber zelebriert und vom Gesangverein “ Eintracht “ Winden mitgestaltet. In seiner Predigt ging Pfarrer Scheungraber auf das Leben und Wirken des hl. Willibrord ein. Im Jahr 658 in England geboren, wurde er von seinen Eltern recht früh in die Klosterschule der Benediktiner zu Ripon geschickt, von wo er als 20-Jähriger nach Irland übersiedelte und dort 688 zum Priester geweiht wurde. Mit weiteren elf Gefährten brach er kurz danach auf, um jenseits des Kanals germanischen Stämmen in Friesland, Dänemark, Belgien und Thüringen den christlichen Glauben zu bringen. Er habe dies mit Mut, Ausdauer, festem Willen und großem Gottvertrauen getan, sagte Scheungraber. Eigenschaften die in der heutigen Zeit, was das Erscheinungsbild der Kirche betrifft, immer weniger würden.

Willibrords Weg führte ihn nach Rom, wo er vom Papst zum Bischof geweiht wurde uns alsbald das Bistum Utrecht gründete. In Echternach schuf er eine einflussreiche Benediktinerabtei, die weithin bekannt und geschätzt wurde. Hier starb er im Jahre 739 und wurde dort auch begraben. Seine Grablege war bereits des öfteren das Ziel vieler Windener Bürgerinnen und Bürger sowie diverser Buswallfahrten.

Nach dem Gottesdienst lud der Vorsitzende des Ortsausschusses Gerald Eschenauer zum gemütlichen Beisammensein ins Pfarrheim ein, von dem auch rege und lange Gebrauch gemacht wurde.     

Karwoche und Ostern in St. Willibrord Winden

April 01, 2022 Von: Redaktion Kategorie: Katholische Kirchengemeinde, Kirche Noch keine Kommentare →

Wie im vergangenen Jahr findet an Palmsonntag, 10. April, in St. Willibrord Winden  kein Gottesdienst statt. Ab 13 Uhr stehen in der Kirche geweihte Palmzweige bereit und können dort abgeholt werden. In der Karwoche lädt der Ortsausschuss die Gemeinde zum Besuch der folgenden Andachten ein:

  • Gründonnerstag, 14. April, um 20 Uhr zur Ölbergstunde,
  • Karfreitag, 15. April um 15 Uhr zur Passion/Kreuzwegandacht.

Die Gestaltung der beiden Andachten wird von Mitgliedern des Ortsausschusses übernommen. Die Feier der Osternacht am Samstag, 16. April, um 21 Uhr findet  in diesem Jahr in der Windener Kirche statt. Auch hierzu wird herzlich eingeladen.

Am Ostermontag, 18. April, findet wieder der traditionelle Emmausgang zum Kloster Arnstein statt. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr der Dorfplatz an der Kirche. 

Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen ist für den Besuch der Andachten/Osternacht eine Anmeldung beim zentralen Pfarrbüro nicht mehr notwendig. Des Weiteren entfällt die Abstandsregel in der Kirche, so dass diese wieder voll besetzt werden kann. Es besteht jedoch weiterhin Maskenpflicht beim Betreten, während der Gottesdienste und beim Verlassen der Kirche. Hier wird um Beachtung gebeten. Der Ortsausschuss von St. Willibrord Winden wünscht allen eine ruhige und besinnliche Karwoche sowie ein frohes und friedliches Osterfest. 

Kleine Prozession an Fronleichnam

Juni 05, 2021 Von: Redaktion Kategorie: Kirche Noch keine Kommentare →

Seit Generationen wird das Fronleichnamsfest in Winden traditionell mit einer feierlichen, durch das Dorf führenden Prozession gefeiert. Wegen der aktuellen Corona-Situation konnte diese wie schon bereits im vergangenen Jahr nicht durchgeführt werden. Um auf diese Tradition nicht gänzlich zu verzichten, fand nach dem Gottesdienst unter Teilnahme der Gottesdienstbesucher eine kleine Prozession rund um die Kirche statt. Diese endete im Pfarrgarten an einem vor der Lourdesgrotte liebevoll errichteten Außenaltar, wo eine kurze Andacht stattfand. Der von Pfarrer Scheungraber gespendete sakramentale Segen war Höhepunkt und Ende der kleinen Feier. Während der Prozession sowie der Andacht wurden sämtliche Abstandsregeln und Maskenpflicht eingehalten. Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Scheungraber bei allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass im Jahre 2022 die traditionelle Prozession wieder durch den gesamten Ort verläuft und zu allen vier Außenaltären führt.      

Die Karwoche in St. Willibrord Winden

März 22, 2021 Von: Redaktion Kategorie: Katholische Kirchengemeinde, Kirche Noch keine Kommentare →

Am Palmsonntag, 28. März, findet in der Kirche St. Willibrord Winden kein Gottesdienst statt. Ab 11 Uhr stehen in der Kirche geweihte Palmzweige bereit und können dort abgeholt werden.

In der Karwoche lädt der Ortsausschuss die Gemeinde zum Besuch der folgenden Andachten ein:

  • Gründonnerstag, den 01.04.2021 um 20.00 Uhr zur Ölbergstunde
  • Karfreitag, den 02.04.2021 um 15.00 Uhr zur Kreuzwegandacht  

Die Gestaltung der beiden Andachten wird von Mitgliedern des Ortsausschusses übernommen.

Der Ostergottesdienst findet am Ostersonntag, 4. April, um 9.30 Uhr statt. Auch hierzu wird herzlich eingeladen.

Wegen der immer noch geltenden Corona-Schutzbestimmungen ist sowohl zum Besuch der Ölbergstunde und Kreuzwegandacht als auch zum Gottesdienst an Ostersonntag eine persönliche Anmeldung beim zentralen Pfarrbüro ( Telefon 02603/ 936920 ) notwendig. In der Kirche gelten nach wie vor die allseits bekannten Schutz- und Abstandsgebote.

Der Ortsausschuss von St. “ Willibrord “ Winden wünscht allen Gemeindemitgliedern eine ruhige und besinnliche Karwoche sowie ein frohes und friedliches Osterfest. Und bleiben sie alle gesund. 

Ab Sonntag gibt es Palmzweige in der Kirche

April 03, 2020 Von: Redaktion Kategorie: Kirche Noch keine Kommentare →

1000 Euro für Hospiz in Nassau gespendet

Dezember 12, 2019 Von: Redaktion Kategorie: Kirche Noch keine Kommentare →

Das Kirchenortfest 2019 von St. Willibrord Winden brachte nicht nur viel Gemeinschaft, sondern auch einen wirtschaftlichen Erfolg. Auf Beschluss des Ortsausschusses soll der Erlös des Festes dem Projekt stationäres Hospiz Nassau zu Gute kommen. So konnte der 1. Vorsitzende Gerald Eschenauer während eines Festgottesdienstes am ersten Adventssonntag dem Initiator des stationären Hospizes in Nassau, Dr. Martin Schenking, eine Spende in Höhe von 1000 Euro übergeben.

Viele Gemeindemitglieder waren zu dem besonderen Gottesdienst gekommen, den Pater Bernhard Bornefeld der Hospizbewegung und der jüngst verstorbenen Gemeindemitglieder widmete. Angesichts des Adventskranzes erklärte er das Rot der Kerzen als Symbol der Liebe, das Grün des Kranzes als Zeichen der Hoffnung, während er selbst das Violett in seinem Ornat trug. In seiner Predigt verglich Pater Bernhard die Beziehung zu Gott mit der Beziehung zu einer Partnerin oder einem Partner. Beide müssten das Interesse aneinander bewahren und pflegen.

Auch Christen fürchten sich vor dem Tod, sagte aus seinem täglichen Erleben der Palliativmediziner Dr. Martin Schencking. Doch sie müssten keine Angst und keine Schmerzen haben. Für die schwerste Stunde im Leben gebe es Orte der Hilfe. Ein solcher Ort solle das geplante Hospiz in Nassau werden. Insgesamt müssten 3,5 Millionen Euro aus Spendengeldern aufgebracht werden, ehe die Einrichtung des Hospizes möglich ist „Diese Idee ist im gesamten Rhein-Lahn-Kreis angekommen“, freut sich Dr. Schencking. Er hofft, dass im kommenden Jahr die nötige Betreibergesellschaft für das stationäre Hospiz in Nassau gegründet werden kann . 

Adventskonzert in der Kirche

November 27, 2019 Von: Redaktion Kategorie: Kirche, Musik & Kultur 2 Kommentare →

November 20, 2019 Von: Redaktion Kategorie: Katholische Kirchengemeinde, Kirche Noch keine Kommentare →

Die Windener Glocken sind ein Stück Heimat

Juli 17, 2019 Von: Redaktion Kategorie: Allgemein, Kirche 1 Kommentar →

Von Helmut Klöckner

Die Glocke Maria. Fotos: Helmut Klöckner

Zurzeit wird viel über den Begriff „Heimat“ gesprochen und geschrieben. Zu diesem Begriff gehört auch das Läuten der Glocken, das jeden Tag zur Mittags- und Abendzeit zu hören ist, das den Sonntag einläutet, zu den Gottesdiensten einlädt und auch ertönt, wenn eine Mitbürgerin oder ein Mitbürger diese Erde  verlassen hat. Früher war das Läuten auch ein Hilferuf bei Bränden und sonstigen Gefahren.

Die Windener Glocken, das sind die Marien-Glocke, 360 kg schwer, 83 cm Durchmesser und im Nominalton b‘ -1, die Willibrord-Glocke, 250 kg schwer, 74 cm Durchmesser und im Nominalton c“- 4.  Beide Glocken wurden 1955 als Wiederbeschaffung der kriegsbedingt verlorenen Glocken von der Firma F. W. Schilling gegossen. Die dritte Glocke ist die Michaelis-Glocke, mit einem Gewicht von 165 kg, einem Durchmesser von 68 cm und einem Nominalton d“+2.  Diese Glocke wurde von dem kriegsbedingten Einschmelzen verschont, sie wurde 1929 von der Firma Humpert/Brilon gegossen.

Die Glocke Michael.

Im Jahre 2005 durfte das gesamte Geläut aus Sicherheitsgründen nicht mehr bedient werden. Der Grund war ein von dem Glockensachverständigen des Bistums festgestellter Schaden im Gebälk des Glockenturms. Hier waren die tragenden Eichenbalken auf der Wetterseite in dem Bruchsteingemäuer faul geworden. Weiterhin hatte man bei der Aufhängung der neuen Glocken 1955 Fehler gemacht. So hingen die beiden kleineren Glocken hintereinander in einem Gefach, was die dynamischen Kräfteverhältnisse beim Läuten vollkommen veränderte und dazu führte, dass sich selbst die Unterzüge beim Läuten hin und her bewegten. Die Glocken entwickeln beim Läuten das Drei- bis Vierfache ihres eigenen Gewichtes.

Die dicken Eichenbalken wurden statisch unterstützt.

In Gesprächen mit dem Glockensachverständigen, einem Statiker und einem erfahrenen Zimmerer aus Weyer wurde eine relativ kostengünstige Lösung gefunden. Die auf der Wetterseite angefaulten Eichenbalken wurden nicht entfernt, sondern mit kurzen Balken unterstützt und in der dicken Bruchsteinmauer nach unten abgefangen. Weiterhin wurde für die kleinste Glocke auch ein eigenes Gefach gezimmert. Hierbei war allerdings das alte Zahnradgestänge der Kirchenuhr im Wege. Die Uhr erhielt nun für jedes Ziffernblatt einen eigenen Elektromotor und wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Die Kosten dieser notwendigen Maßnahmen beliefen sich ohne die Uhr auf 30.000 Euro. Das Bistum Limburg beteiligte sich nur an den baulichen Kosten mit 10.000 Euro. Die restlichen 20.000 Euro waren für die damals noch selbständige Kirchengemeinde ein unerschwinglicher Brocken. Dem Nassauer Ehrenbürger Günter Leifheit, der schon für den neuen Kirchenanstrich und die Sanierung der Orgel kräftig gespendet hatte, verdankt die Kirchengemeinde die Hälfte des fehlenden Betrages. Günter Leifheit begründete seine erneute Spende damit, dass er den fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Winden, die zu dem Erfolg seines Unternehmens beigetragen hätten, etwas zurückgeben wolle.

1955 wurden die Glocken eingeweiht.

In diesen Tagen gedachten viele Windener des zehnten Todestages von Günter Leifheit. Auch Josef Noll spendete anlässlich seines 90. Geburtstages einen namhaften Betrag. Den Rest erbrachten Spenden der Frauengemeinschaft, des Gesangvereins und der Ortsgemeinde. Die Modernisierung der Kirchenuhr wurde ebenfalls durch Spenden der Ortsgemeinde und der Bürger ermöglicht. So konnte in einer gemeinsamen Aktion sichergestellt werden, dass die Windener Glocken wieder ertönen und die Kirchenuhr weiter schlägt und die Uhrzeit nach allen Himmelsrichtungen anzeigt.

Der letzte Emmaus-Gang zum Kloster Arnstein

April 08, 2018 Von: Redaktion Kategorie: Kirche Noch keine Kommentare →

Emmausgang 2018 jpg

Am Ostermontag fand traditionell wieder der Emmausgang zum Kloster Arnstein statt, eine Veranstaltung, die im Rahmen der ökumenischen Zusammenarbeit beider christlichen Kirchen im Nassauer Land durchgeführt wird. Der Brauch erinnert an die Begebenheit im Lukas-Evangelium (24,13-35) was berichtet, dass zwei Tage nach dem Kreuzestod Jesu zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren. Dabei unterhielten sie sich über das, was sie erlebt hatten und wie durch den Tod Jesu ihre Hoffnung zunichte gemacht worden war, „dass er der sei, der Israel erlösen werde“ (24,21).
Unterwegs kam Jesus hinzu und ging unerkannt mit ihnen. Erst als sie am Ende des Tages mit ihm zusammen bei Tisch saßen, erkannten sie ihn am Brotbrechen. Daraufhin kehrten die beiden Jünger sofort wieder nach Jerusalem zurück, um den anderen Jüngern dort zu erzählen, dass sie dem auferstandenen Jesus begegnet waren. Da die Arnsteiner Patres Ende des Jahres das Kloster Arnstein verlassen und die Zukunft des Klosters ungewiss ist, dürfte es sich voraussichtlich um die letzte Veranstaltung dieser Art gehandelt haben.

St. Willibrord Winden stellte wiederum die größte Gruppe der Pilger. Die Fußgruppe machte zunächst an der Michaelskapelle halt, wo die dortige Glocke geläutet wurde. Eine weitere Station war die Weinäher Heiligengrotte auf dem Roth. Nach einer ökumenischen Andacht in der Klosterkirche, die von Pfarrerin Antje Dorn und Pater Bernhard Bornefeld gestaltet wurde, hatten die Teilnehmer im Pilgersaal des Klosters bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen in gemütlicher Atmosphäre Gelegenheit zum Gespräch, bei dem natürlich die Schließung des Klosters und der große Verlust für die Region breiten Raum einnahm.
Verantwortlich für die Verköstigung der Teilnehmer war in diesem Jahr die Gemeinde St. Willibrord Winden.

  • Herzlich willkommen,

    im Dorftagebuch der Ortsgemeinde Winden. Hier finden Sie Nachrichten, Meinungen und Hintergründe über das aktuelle Dorfgeschehen in Winden.

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