Wir in Winden

Die Gemeinde informiert ihre Bürger

Artikel der Kategorie ‘Wald’

Förster bald in kommunalen Diensten?

Juni 19, 2016 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Die mögliche Beschäftigung eines kommunalen Försters stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Sachlage erläuterte Verbandsbürgermeister Udo Rau (CDU). Bis zum 1. August muss der Gemeinderat entscheiden, ob die Verbandsgemeinde Nassau zwei Förster in ihren Dienst stellen soll — oder diese Aufgabe weiterhin vom Land erledigen lässt.

Anlass für die Entscheidung ist der Ruhestand des Windener Försters und die Forderung des Landes Rheinland-Pfalz, nur noch Forstreviere ab einer Größe von 1.500 Hektar reduzierte Holzbodenfläche zuzulassen, wie Rau informierte. Unter diesen Aspekten biete es sich aus seiner Sicht an, in der Verbandsgemeinde Nassau aus bisher drei Revieren zwei neue Reviere zu bilden und von den Förstern Gieseler und Langen betreuen zu lassen. Beide würde dann vom Landes in den Kommunaldienst wechseln. Ihnen zur Seite stehen würde Forstwirtschaftsmeister Benjamin Mono.

Laut einer Modellrechnung würde die Beförsterung künftig etwa 45  Euro je Hektar reduzierte Bodenfläche kosten. Finanzieren müssten dies die jeweiligen Gemeinden, die an den Revieren Anteil haben. Ziel ist es laut Rau, dass im Falle einer kommunalen Beförsterung am 14. Juli eine Entscheidung im Verbandsgemeinderat zu fällen.

Aus der Mitte des Windener Rates wurde die Frage laut, welche Kosten auf die Gemeinden zukämen, wenn sie sich für eine staatliche Beförsterung entscheiden würde. Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid wurde deshalb beauftragt, einen Vertreter des Forstamts Lahnstein zur nächsten Ratssitzung zu bitten. In dieser nächsten Sitzung könne es dann auch zu einer abschließenden Entscheidung kommen.

 

Linscheid: Kein Raubbau im Windener Wald

Februar 06, 2016 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Der Ortsgemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan 2016 mehrheitlich beschlossen. Demnach sollen im laufenden Jahr 3035 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Allein 1800 Festmeter davon ist Fichtenholz, gefolgt von 940 Festmeter Buche und 145 Festmeter Eiche. Geringere Mengen eingeschlagen werden auch von den Holzarten Douglasie (40), Kiefer (40), Lärche (60) und sonstige Laubhölzer (zehn). Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid betonte, dass die Forstwirtschaft in Winden nachhaltig betrieben werde, das heißt: Nur soviel Holz wird eingeschlagen wie auch nachwächst. Festgelegt sei dies in dem auf zehn Jahre angelegten sogenannten Forsteinrichtungswerk. Linscheid trat energisch Gerüchten entgegen, dass die Gemeinde Raubbau an ihrem Wald betreibe. Bäume, so der Ortschef, müssten gefällt werden, sobald sie ein erntereifes Alter erreicht hätten. Ansonsten drohten Krankheit und Fäulnis, was zu einem Werteverlust führen könne.
Finanziell ist die Windener Waldwirtschaft gut aufgestellt. Einnahmen von 188.000 Euro stehen Ausgaben von lediglich 133.000 Euro gegenüber, so dass sich ein Gewinn von 55.000 Euro ergibt, der der Gemeindekasse zugeführt werden kann.

Tiefe Lkw-Spuren auf einigen Waldwegen

Dezember 23, 2015 Von: Redaktion Kategorie: Wald Noch keine Kommentare →

Waldwege

Über den beklagenswerten Zustand einiger Windener Waldwege hat sich unser Leser Stefan Hermanns gewundert: Tiefe Lkw-Spuren sind zu sehen. „Im Sommer wurden die Waldwege mit großem Material- und Kostenaufwand hergerichtet. Nun wird im Spätherbst Holz geschlagen und mit schwerem Gerät einiges wieder zunichte gemacht. Das hätte man doch besser planen können. Sicher wird alles wieder hergerichtet. Aber wer bezahlt’s?“

Forstrevier Winden am Scheideweg

März 10, 2015 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Das Forstrevier Winden steht mit der Pensionierung des langjährigen Revierförsters Bernd Schendel zum 31. März vor einer möglichen Neuordnung. Dies machte der Büroleiter des Forstamts Lahnstein, Roland van der Rünstrat, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Allerdings ist der gegenwärtige Zuschnitt des Forstreviers zu klein für eine Neubesetzung mit einem staatlichen Revierförster.

Die staatliche Beförsterung sehe nach Vorgaben der Landesregierung bei Neubesetzungen von vakanten Stellen eine Größe zwischen 1500 und 2000 Hektar vor, sagte van der Rünstrat. Das Forstrevier Winden mit einer Gesamtfläche von 1259 Hektar falle somit durch das Raster. Zum Forstrevier Winden gehören derzeit neben Winden noch die Ortsgemeinden Hömberg, Obernhof, Weinähr, Winden und Zimmerschied. Um die erforderliche Reviergröße von mindestens 1500 Hektar zu erreichen, gibt es derzeit im Forstamt Lahnsteinn Überlegungen, den Staatswaldanteil aus dem Forstrevier Lahn/Aar, das zurzeit vom Revier Kaltenholzhausen bewirtschaftet wird, den Revieren Winden und Singhofen zuzuschlagen. Somit würden beide Forstreviere die vorgegebene Mindestgröße erreichen, so von der Rünstrat.

Allerdings ist die Beförsterung des Reviers Winden durch Landesforsten Rheinland-Pfalz nur eine Möglichkeit. Alternativ könnten sich die beteiligten Ortsgemeinden für die Beschäftigung eines kommunalen Försters entscheiden; Voraussetzung dazu wären einvernehmliche Beschlüsse in allen Gemeinderäten. Drei der zehn Forstreviere im Zuständigkeitsbereich des Forstamts Lahnstein haben sich bereits für diesen Weg entschieden, berichtete Roland van der Rünstrat. Er machte allerdings auch deutlich, dass dem Forstamt Lahnstein daran gelegen sei, das Forstrevier Winden zu erhalten und staatlich zu beförstern.

Bis zu einer Grundsatzentscheidung hat das Forstamt Lahnstein Frau Müller als kommissarische Leiterin des Forstreviers Winden eingesetzt, die sich während der Ratssitzung vorstellte. Geboren im Vogtland in Sachsen, studierte Müller Forstwirtschaft an der Uni Erfurt. Nach Anstellungen in den Forstämtern Dannenberg und Rohnecken ist sie nun im Bereich des Forstamtes Lahnstein tätig, wo sie nach Möglichkeit auch bleiben wolle. Ihren Wohnsitz hat Müller augenblicklich in Nievern.

Van der Rünstrat ging auf Anfrage von Ratsmitglieder auch auf die Kosten der staatlichen Beförsterung ein. Demnach entfiel auf die Ortsgemeinde Winden im Durchschnitt der letzten fünf Jahre ein jährlicher Betriebskostenanteil in Höhe von 15.549 Euro. In Zukunft kämen auf die Ortsgemeinde Kosten von rund 11.000 Euro pro Jahr zu, sollte sie sich für die Beibehaltung der staatlichen Beförsterung entscheiden. Hinzu kämen Kosten für einen im Revier tätigen Forstwirtschaftsmeister, deren Höhe sich aber nach den erforderlichen Einsatzzeiten innerhalb der Gemarkung Winden errechnen.

Windener Wald erneut deutlich im Plus

Januar 27, 2015 Von: Redaktion Kategorie: Finanzen, Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Forsthaushalt 2015 verabschiedet. Dieser sieht einen Überschuss von 43.000 Euro vor, wie Revierförster und Ratsmitglied Bernd Schendel erläuterte. Geplant ist in diesem Jahr ein Holzeinschlag von 3090 Kubikmetern, der sich wie folgt zusammensetzt: 1800 cbm Fichte, 900 cbm Buche, 175 cbm Eiche und 215 cbm Lärche. Daraus ergibt sich ein erwarteter Ertrag von 200.787 Euro, dem ein zu erwartender Aufwand in Höhe von 157.990 Euro gegenübersteht.

Bereits 2014 hatte der Windener Wald ein hervorragendes Ergebnis gebracht und der Gemeinde einen Überschuss von 93.000 Euro in die Gemeindekasse gespült, wie Schendel erläuterte. Und das, obwohl deutlich weniger Holz eingeschlagen wurde als ursprünglich geplant. Wegen des schlechten Wetters 2014 konnten lediglich 2400 Kubikmeter Holz geerntet werden; vorgesehen waren aber 3200 Kubikmeter.

Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid dankt Revierförster Schendel für seine geleistete Arbeit im Gemeindewald Winden. Da Schendel zum 31. März in Ruhestand geht, muss über die Neubesetzung des Forstreviers Winden, zu dem noch die Gemeinden Obernhof, Hömberg, Weinähr und Zimmerschied gehören, beraten werden. Bis zur Neubesetzung wird das Revier von Frau Müller kommissarisch betreut.

Umgang mit der Kettensäge will gelernt sein

Februar 12, 2014 Von: Redaktion Kategorie: Feuerwehr, Wald Noch keine Kommentare →

Im Windener Gemeindewald am „Lohberg“ nahmen Feuerwehrleute aus der Einheit Winden am Kettensägen-Lehrgang mit Forstwirt Peter Kurth (links) und Revierleiter Bernd Schendel (rechts) teil. Foto: Achim Steinhäuser

Wenn die Feuerwehr die Motorkettensäge anwirft, dann meistens deshalb, weil es um die Rettung von Menschen oder Sachwerten geht. Selten ist das der Baum, der gerade im Weg liegt, meistens sind es mehrere Bäume — umgeworfen von einem Sturm, so wie im November des vergangenen Jahres von „Christian“ und „Xaver“ im Windener Gemeindewald am Lohberg. Mehrere 100-jährige Fichten knickten dort um. Bei diesen unter Spannung stehenden Bäumen oder aufrecht stehenden Wurzeltellern gilt es, mit äußerster Vorsicht heranzugehen. Doch wer eine Motorkettensäge bedienen will, braucht auch bei der Feuerwehr eine spezielle Ausbildung. (mehr …)

Dickes Plus im Forsthaushalt 2014

Februar 01, 2014 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Zufrieden mit dem Forstwirtschaftsjahr 2013 hat sich Revierförster Bernd Schendel vor dem Gemeinderat geäußert. Das Jahresergebnis betrug erfreuliche 68.000 Euro, gut 50 Prozent mehr als ursprünglich (45.131 Euro) geplant worden war. Für das Jahr 2014 rechnet Schendel mit einem Überschuss von knapp 61.000 Euro. Den Forstwirtschaftsplan für 2014 nahm der Ortsgemeinderat einstimmig an. (mehr …)

Der Wald – das größte „Vermögen“ von Winden

Juni 17, 2013 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Förster Schendel erläuterten den Ratsmitgliedern und deren Ehegatten die Funktion des natürlichen Nachwuchses von Wald.

Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid und die Mitglieder des Ortsgemeinderates Winden haben in Begleitung ihrer Ehegatten den Gemeindewald besucht. Förster Bernd Schendel führte die Gruppe durch das mit 280 Hektar (=400 Fußballfelder) im wahrsten Sinne des Wortes größte Vermögen des Dorfes. Anliegen der Wanderung war es, den Teilnehmern die im Laufe der Geschichte wechselnden Ziele der Waldbewirtschaftung näherzubringen.

So erfuhren die Wanderer beispielsweise, dass sich früher vom „Scherpinger Feld“ bis zur „Grube Anna“ lange Zeit ein riesiger geschlossener Eichenwald erstreckte, der abschnittsweise alle 25 Jahre geerntet wurde. Hauptprodukt war die Rinde (Lohe) der jungen Eichenbäume; diese wurde bis zum Beginn der Industriealisierung in gewaltigen Mengen zur Lederherstellung benötigt . Das verbliebene Holz wurde in Kohlenmeilern zu Holzkohle verarbeitet – dem damals wichtigsten Energielieferanten für Haushalt, Handwerk und Industrie. Ihre Bedeutung verlor die Holzkohle schrittweise, nachdem 1713 in England die Herstellung von Koks aus Steinkohle erfunden wurde. (mehr …)

Forstwirtschaft bleibt Aktivposten

Februar 16, 2013 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Wald Noch keine Kommentare →

Der Ortsgemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan 2013 gebillgt. Dieser sieht einen Gesamtertrag von fast 161.000 Euro vor, bei einem Aufwand von gut 117.000 Euro. Unter dem Strich ergibt sich somit ein Gewinn von 43.245 Euro. Der Holzeinschlag ist mit 2480 Festmeter veranschlagt, 2310 Festmeter werden laut Planung verkauft. Der Ertrag aus Holzverkäufen ist mit knapp 149.000 Euro kalkuliert. (mehr …)

Vom „Lohwald“ nach China

Februar 10, 2013 Von: Redaktion Kategorie: Wald 1 Kommentar →

Die Buchenstämme verschwinden in den Seecontainern, und bald kommt ein Teil von ihnen als Holz-Spielzeug zurück nach Deutschland. Verkehrte Welt.

In den Wintermonaten ist Erntezeit im heimischen Laubwald. Im Gemeindewald Winden werden in diesem Jahr 890 Kubikmeter Eichen und Buchen gefällt und zu unterschiedlichen Sortimenten aufgearbeitet. Das wertvolle Stammholz aus den 140-jährigen Buchen wird in dieser Saison ausschließlich nach China verkauft. (mehr …)