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Kindertagesstätte benötigt mehr Platz

Juli 06, 2018 Von: Redaktion Kategorie: Gemeinderat, Kita Noch keine Kommentare →

Die Verbandsgemeinde Nassau denkt über den Neubau einer Kindertagesstätte in Winden nach. Aber auch der Aus- und Umbau der bestehenden Kindertagesstätte am Bürgerhaus kommt als Lösung für den absehbaren Raumbedarf in Betracht. Dies berichtete die beauftragte Person der Verbandsgemeinde Nassau, Udo Rau (CDU), in der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats, der sich ausgiebig mit dem Thema befasste.

Wie Rau berichtete, werden Prognosen zu Folge in der Zukunft 50 Plätze benötigt, um Kinder aus Winden, Zimmerschied und Hömberg zu betreuen. In den jetzigen Räumen dürften aber lediglich 27 Kinder, mit Ausnahmegenehmigung höchstens 30 Kinder, untergebracht werden. Zwei von vier möglichen Lösungen sind laut Rau bereits als erledigt zu betrachten. Für einen geplanten Waldkindergarten gab es zu wenige Anmeldungen, und die Umnutzung des Bürgerhauses (Hallenbereich) wäre dauerhaft nicht geeignet.  Für eine dritte und vierte Alternative hat die Verbandsgemeinde Nassau die Altendiezer Architektin Sonja Meffert mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Untersucht wurde zum einen der Ausbau der Immobilie im Bereich Bürgerhaus Winden, wobei die bisher vermieteten Wohnungen einbezogen werden sollten. Angedacht wurde zudem ein Neubau, der nur wenig teurer wäre als die Aus- und Umbau-Lösung.

Laut Sonja Meffert würde der Aus- und Umbau im Bereich des Bürgerhauses 1,05 Millionen Euro kosten. Wegen der notwendigen Fluchtwege wären zwei Treppenhäuser und weitere bauliche Maßnahmen (Böden, Decken, Mauer- und Betonarbeiten für den Brandschutz) erforderlich. Die Kosten zur Ertüchtigung der Heizungs- und Lüftungsanlage sind darin nicht enthalten, wie Meffert auf Anfrage von Ratsmitglied Matthias Uhle erklärte. Der Neubau einer Kindertagesstätte würde laut einer Grobplanung rund 1,3 Millionen Euro kosten, wobei die Grundstückskosten darin nicht enthalten wären.  Auch geht die Studie nicht von einem Hanggrundstück aus.

Laut Rau betrachtet der Ältestenrat den Zustand der Kindertagesstätte als ein Provisorium und befürwortet daher eine Aufrüstung in zwei Gruppen. Ein Problem stelle allerdings das Außengelände dar für den Fall, dass man sich für den Aus- und Umbau am Bürgerhaus entscheidet. Das derzeitige Spielgelände sei zu klein.

Matthias Uhle erachtet den Erhalt der alten Schule und des Bürgerhauses als äußerst wichtig, würde sich allerdings auch nicht gegen einen Neubau sperren. Dieser müsste auf einem Grundstück errichtet werden, das an öffentlichen Verkehrsanlagen liegt und für Busse gut erreichbar ist. Der östliche Gemeindeteil wäre dafür aus seiner Sicht ungeeignet. Rau erklärte, dass die Ortsgemeinde Winden als Sitzgemeinde des Kindergartens ein erschlossenes Grundstück kostenlos zur Verfügung stellen müsste. Angesichts der begonnenen Aktivitäten dürfe die Ortsgemeinde davon ausgehen, dass der Kindergarten-Standort Winden auf Dauer gesichert sei, sagte Rau.

Der Ortsgemeinderat beschloss einstimmig, Bürger und Behörden an dem weiteren Verfahren vorzeitig zu beteiligen. Dazu soll es eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle Bürger am 13. August geben. Für die Behördenbeteiligung sollen der Verwaltung entsprechende Unterlagen zur Standortfindung zugeleitet werden. Insgesamt begrüßte der Ortsgemeinderat die Zusage zum Erhalt der Kindertagesstätte in Winden.