Der VfR ist eine starke Gemeinschaft
„Der VfR ist eine starke Gemeinschaft, in der alle mit anpacken und an einem Strang ziehen.“ Dies erklärte der Vorsitzende des Vereins, Markus Rübsamen (47), kürzlich in einem Zeitungsinterview. In diesem Jahr feiert der VfR sein 100-jähriges Bestehen.
Gegründet wurde der „Verein für Rasensport“, wie er sich nannte, in stürmischen Zeiten: 1916, der Erste Weltkrieg war in vollem Gange, riefen einige beherzte, fußballbegeisterte Windener den Verein ins Leben. Doch nur wenig später – der Fußballplatz war gerade gebaut worden – musste der VfR seinen Spielbetrieb kriegsbedingt schon wieder einstellen. Nach einer erneuten Zwangspause während des Zweiten Weltkriegs blühte der Fußballverein in den ersten Jahrzehnten der jungen Bundesrepublik wieder auf. 1971 wurde eine Fußballspielgemeinschaft mit Horbach gegründet, die immerhin 13 Jahre hielt. Es folgten Höhen und Tiefen, zum Beispiel die sehr erfolgreiche Saison 1974/75 oder der Abstieg in die Kreisliga C in der Saison 1986/87.
Ursprünglich als reiner Fußballverein ins Leben gerufen, hat der VfR, der heute etwa 300 Mitglieder zählt und zehn Trainer beschäftigt, seine sportliche Palette inzwischen deutlich erweitert. Dem Verein schloss sich die Gymnastikgruppe „Immer Fit“ ebenso an wie der TSC Schwarz-Weiß Winden mit seinen sechs Tanzgruppen, die besonders für die Jugend sehr attraktiv sind. Im 100. Jahr seines Bestehens ist der VfR aus dem sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Ortsgemeinde Winden nicht mehr wegzudenken. Dies hat der Verein erst kürzlich mit der Ausrichtung der Kappensitzung unter Beweis gestellt — eine Veranstaltung, die regelmäßig zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in Winden zählt. Und alle zwei Monate gibt es den VfR-Abend, der beim nächsten Mal im März mit einem Schlachtfest kombiniert werden soll. Schließlich tragen auch die Turnerfrauen zum sozialen Leben bei: In Trauerfällen richten sie ein Beerdigungscafé aus.
Gerade diese gesellschaftlichen Funktionen des VfR hält Vorsitzender Markus Rübsamen für sehr wichtig in einer Gemeinde wie Winden. Damit trage der Verein dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Wie wichtig ein Verein gerade auch für ältere Menschen ist, zeige das Beispiel von fünf älteren Damen, die bei Wind und Wetter „ihrem“ VfR auf dem Fußballplatz die Daumen drücken.
Altbacken oder gar verknöchert ist der VfR auch nach 100 Jahren keineswegs, wie Rübsamen meint. Im Gegenteil: auch 2016 ist der VfR sehr lebendig – ein Verein, der Menschen zusammenführt und ihnen ein Stück Heimatgefühl vermittelt.





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