Adventskalender in den Straßen

Von Dr. Bernd Wagner
Die Tage werden kürzer und regnerischer, die Blätter fallen, die Kraniche fliegen Richtung Süden
und die Mitglieder der Windener Schützengesellschaft treffen sich, um auf dem 25-Meterstand mit dem Kleinkalibergewehr ganz traditionell den neuen Schützenkönig auszuschießen. Am Samstag, den 14. Oktober 2026, war es nach einem Jahr wieder so weit, Silas Dennebaums Regentschaft als
Schützenkönig 2025 endete.
Gespannt warten immer alle, wie unser Erster Vorsitzende Michael Eifler den Adler dieses Jahr kunstvoll bemalt. Ein „deutscher Adler“, und ja, es gab auch ein paar Hölzer mehr auf der Rückseite, „damit er nicht so schnell fällt“. Und als große Neuerung wurde das Zielbild im Gastraum auf dem großen Monitor angezeigt, damit die Zuschauer mitfiebern konnten. Nach der Auslosung der Reihenfolge traten insgesamt 14 Schützen (mit Nachzügler 15) um 17:00 Uhr zum Wettkampf an, um reihum jeweils einen Schuss auf das angesagte Teil des Holzadlers abzugeben.
Diejenigen, die einen Flügel oder den Schwanz abschießen, und damit „Ritter“ des neuen Königs werden, setzen zunächst aus und schießen erst wieder auf den Torso des Adlers mit. Trotz hervorragender Verstärkung der Rückseite schoss Marcus Schatten den rechten Flügel bereits mit dem 16. Schuss ab und wurde „Flügelritter“. Karl-Heinz Schieder konnte den linken Flügel erst mit
weiteren 35 Schüssen fällen. Nun zeigte uns ein wirklicher Senior, Jürgen Müller, dass man auch
einen Schwanz mit 25 Schüssen abbekommt, und sozusagen „Schwanzritter“ wird.
29 Treffer später bewies Steffi Eifler, dass sie Köpfchen hat, sie erlegte die letzte Trophäe und wurde zur „Kopfritterin“. Da das Essen geliefert war, wurde eine Pause eingelegt, um dem Sauerkraut, Blut- und Leberwürsten, Well- und Nackenfleisch zu huldigen. Köstlich zubereitet. Nach kurzem Verdauen ging es noch vor 20 Uhr weiter, jetzt auf den Torso, um den Schützenkönig zu bestimmen.
Es folgten vier Runden, in denen der Adlerkörper splitterte und wackelte, aber hielt. Und deshalb rechnete Bernd Wagner auch nicht damit, dass der Adler mit dem 66. Schuss fiel und er somit zum ersten Mal Schützenkönig wurde. Insgesamt waren 171 Schüsse für den gesamten Adler notwendig
gewesen. Nach Herstellen der Sicherheit wurden die Ehrungen der Ritter und die „Krönung“ des neuen Schützenkönigs vom Ersten Vorsitzenden durchgeführt. Der Beginn der neuen Regentschaft klang dann mit einigen Runden gemütlich aus.
Wer eine defekte Straßenlaterne entdeckt, kann diese künftig unkompliziert online melden. Darauf weist die Syna GmbH hin. Störungsmeldungen über einzelne ausgefallene Leuchten werden vom Energieversorger nur noch digital entgegengenommen.
Die Meldung kann entweder über die Internetseite www.syna.de oder direkt über das Portal www.stoerungsauskunft.de/strassenbeleuchtung erfolgen. Dort können sowohl Kommunen als auch Bürgerinnen und Bürger defekte Straßenleuchten selbstständig melden. Außerdem lässt sich der aktuelle Bearbeitungsstatus der jeweiligen Meldung einsehen.
Das digitale Verfahren bietet mehrere Vorteile: Die betroffene Leuchte kann gezielt ausgewählt werden, bereits vorhandene Störungsmeldungen sind erkennbar und die Informationen gelangen direkt an die zuständige Stelle. Dadurch sollen unnötige Rückfragen und zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei den Kommunen und der Syna vermieden werden.
Wichtig bei größeren Störungen: Sind mehrere Straßenleuchten ausgefallen, liegt ein Schaden vor oder besteht unmittelbare Gefahr, muss weiterhin die Leitstelle der Syna telefonisch informiert werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass zeitnah ein Mitarbeiter vor Ort kommt.
Die Syna bittet darum, die neue Vorgehensweise innerhalb der Kommunen bekannt zu machen und künftig für die Meldung einzelner defekter Straßenleuchten das digitale Portal zu nutzen.
Bad Ems. Wie können sich Seniorinnen und Senioren vor Betrugsmaschen wie dem Enkeltrick, falschen Polizeibeamten, unseriösen Handwerkern und Schockanrufen schützen? Antworten darauf gibt die Veranstaltung „Alles nur Theater – nicht mit mir! – Szenen zum Thema Sicherheit“ am Montag, 26. Oktober 2026, von 14 bis 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Kreishauses in Bad Ems.
Mit anschaulichen Theaterszenen und einem präventiven Puppenspiel werden typische Betrugssituationen dargestellt. Die Teilnehmenden erhalten praktische Tipps, wie sie Gefahren erkennen und sich vor den Tricks der Täter schützen können.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro „Die Brücke“ bis zum 19. Oktober entgegen. Ansprechpartnerin ist Uschi Rustler, telefonisch unter 02603/972-336 oder per E-Mail an uschi.rustler@rhein-lahn.rlp.de.
Die Veranstaltung soll dazu beitragen, ältere Menschen für aktuelle Gefahren zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag aufzuzeigen.
Rhein-Lahn-Kreis. Die Webseite der Abfallwirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises ist aus Sicherheitsgründen vorübergehend nicht erreichbar. Grund ist eine Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP, von der die technisch veraltete Webseite betroffen ist. Um mögliche Angriffe zu verhindern und sensible Daten zu schützen, wurde die Seite vorsorglich vollständig offline genommen.
Bis eine neue Webseite zur Verfügung steht, finden Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Informationen und Formulare auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.rhein-lahn-kreis.de/rhein-lahn-kreis/abfallwirtschaft.
Die Anmeldung zur Abholung von Sperrabfall, Grünschnitt sowie Elektro- und Metallschrott ist weiterhin über den QR-Code auf den Wertscheckkarten möglich. Zusätzlich steht das entsprechende Anmeldeformular auf der Webseite der Kreisverwaltung bereit.
Die Abfallwirtschaft ist per E-Mail an abfallwirtschaft@rhein-lahn.rlp.de erreichbar. Telefonische Auskünfte gibt es während der Sprechzeiten unter der Rufnummer (02603) 972-301.
Liebe Windenerinnen und Windener,
der Bürgerverein Winden möchte neue Wege gehen. Nicht, weil wir alles anders machen wollen,
sondern weil wir überzeugt sind, dass in unserem Dorf noch viele Möglichkeiten stecken, die wir
gemeinsam nutzen können. Mit unserem neu zusammengestellten Vorstand haben wir in diesem Jahr einiges bewegt. Wir haben Veranstaltungen organisiert, Verantwortung übernommen und an vielen Stellen mit angepackt.
Wenn wir ehrlich zurückblicken, müssen wir allerdings feststellen, dass vieles davon gar nicht dem entsprach, was wir uns ursprünglich vorgenommen hatten. Wir haben Lücken geschlossen, Aufgaben übernommen und Lösungen gesucht, wo Unterstützung gebraucht wurde. Das war in vielen Situationen richtig und notwendig. Aber es darf nicht dauerhaft unsere eigentliche Arbeit bestimmen.
Der Bürgerverein soll nicht in erster Linie das auffangen, was an anderer Stelle liegen bleibt. Er soll eigene Ideen entwickeln und unser Dorfleben aktiv mitgestalten. Dabei wünschen wir uns eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde. Eine Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt, Transparenz und der Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit geprägt ist.
Denn Ehrenamt bedeutet, dass Menschen freiwillig ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Energie
für andere einsetzen. Das sollte man nicht als selbstverständlich betrachten.
Wir möchten Menschen zusammenbringen, Traditionen bewahren, neue Begegnungen
ermöglichen und Angebote schaffen, die unser Dorf bereichern. Für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Für die Menschen, die schon immer hier leben, genauso wie für diejenigen, die neu zu uns gekommen sind.
Das Dorfcafé ist dafür ein schönes Beispiel. Aber unsere Vorstellungen gehen weit darüber hinaus. Wir haben Ideen für 2027 und die kommenden Jahre. Manche sind bereits konkreter, andere stehen noch am Anfang. Entscheidend ist für uns, dass wir wieder mehr Raum bekommen, diese Ideen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.
Ein persönliches Wort
Ich habe in den vergangenen Jahrzehnten viel ehrenamtliche Arbeit erlebt und weiß, wie wichtig
die Menschen sind, mit denen man zusammenarbeitet. Und ich möchte eines ganz deutlich sagen: Ich bin von unserem Vorstand und den Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, wirklich überzeugt. Hier sitzen Menschen, die zum Teil seit Jahrzehnten Verantwortung für Winden übernehmen. Menschen mit Erfahrung, eigenen Meinungen, guten Ideen und der Bereitschaft, selbst anzupacken.
Wir sind nicht immer einer Meinung. Aber wir hören einander zu, diskutieren und suchen
gemeinsam nach Lösungen. Für mich ist das ein außergewöhnlich starkes Team, und ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein. Was mich besonders freut, ist die Begeisterung, mit der wir über unsere Ideen sprechen. Da ist der Wille, etwas zu verändern, etwas Neues entstehen zu lassen und dabei auch einmal ungewöhnliche Wege zu gehen.
Ich glaube, dass wir mit unseren eigentlichen Vorhaben gerade erst anfangen. Und genau dafür möchte ich unsere gemeinsame Energie einsetzen. Nicht, um immer neue Verpflichtungen zu erfüllen, sondern um Dinge auf den Weg zu bringen, hinter denen wir aus Überzeugung stehen.
Unsere Einladung an Winden
Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 19:00 Uhr findet in der Sportplatzhütte Winden unsere
außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Mitglieder wurden hierzu bereits fristgerecht
eingeladen. Im Mittelpunkt steht unsere überarbeitete Satzung, mit der wir die Anerkennung der
Gemeinnützigkeit anstreben. Außerdem geben wir einen ersten Einblick in unsere Vorhaben für
2027 und unsere Vorstellungen für die Zukunft des Bürgervereins.
Auch Bürgerinnen und Bürger, die noch keine Mitglieder sind, sind herzlich willkommen. Jeder kann teilnehmen, zuhören, sich informieren und unseren Verein kennenlernen. Bei Abstimmungen sind ausschließlich die Mitglieder des Bürgervereins stimmberechtigt.
Wir freuen uns über Menschen, die mitmachen, mitdenken, Ideen einbringen oder auch einmal
kritisch hinterfragen. Niemand muss ein Amt übernehmen oder sich ständig verpflichten. Manchmal beginnt Gemeinschaft schon damit, dass man Interesse zeigt, miteinander spricht oder einfach dabei ist. Wir wollen keinen Verein, der nur aus einem Vorstand und seinen Veranstaltungen besteht. Wir möchten einen Bürgerverein, in dem sich möglichst viele Menschen aus Winden wiederfinden.
Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Nicht alles wird gelingen, und
sicher werden wir auch Fehler machen. Aber wir haben die Menschen, die Ideen und die Freude
daran, etwas zu bewegen. Wir haben etwas vor. Nicht, weil wir müssen. Sondern, weil uns Winden am Herzen liegt. Ich würde mich freuen, wenn viele von euch diesen Weg mit uns gehen.
Herzliche Grüße
Markus Rübsamen 1. Vorsitzender Bürgerverein Winden e. V.

Wie die Energiewende vor Ort umgesetzt werden kann, erfuhren 21 kommunale Energieberater am 24. September 2026 in Winden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „INSIDE SÜWAG“ besichtigten sie die Freiflächen-Photovoltaikanlage „Vor dem Lohwald“. Der Solarpark ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ortsgemeinde Winden, der Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG und der pro regionale energie eG.
Beim gemeinsamen Rundgang erläuterte Projektleiter Christoph Funk die technischen Einzelheiten der Anlage und beantwortete Fragen zu ihrer Funktionsweise. Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid schilderte die Entstehung des Solarparks aus kommunaler Sicht. Damit erhielten die Besucher Einblicke sowohl in die technische Umsetzung als auch in die Entwicklung des Projekts in der Ortsgemeinde.
Inga Virgin stellte die pro regionale energie eG vor und informierte über mögliche Beteiligungsmodelle. Dabei ging es auch darum, wie sich Bürgerinnen und Bürger über eine Genossenschaft an Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien beteiligen können.

Dass die Anlage bereits einen greifbaren Beitrag zur Stromerzeugung leistet, zeigen die Ertragszahlen: Im August erzeugte der Solarpark 651 Megawattstunden Strom, im September weitere 540 Megawattstunden. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden je Haushalt entspricht der Septemberertrag rechnerisch dem durchschnittlichen Strombedarf von rund 1.850 Haushalten für einen Monat. Im August waren es rund 2.230 Haushalte. Zusammen erzeugte die Anlage in diesen beiden Monaten so viel Strom, wie etwa 340 Haushalte in einem ganzen Jahr verbrauchen. Diese Mengenvergleiche bedeuten keine durchgehende Versorgung, da Solarstrom abhängig von Tageszeit und Wetter erzeugt wird.
Im Anschluss an die Besichtigung wurde die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Winden bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt. Vorträge rund um das Thema Freiflächen-Photovoltaik und der gemeinsame Austausch ergänzten die Eindrücke aus dem Solarpark.
Die Veranstaltung machte die Energiewende anhand eines konkreten Projekts erlebbar und zeigte, wie Kommune, Energieunternehmen und Genossenschaft bei der Umsetzung zusammenarbeiten können.






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