Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Nein-Stimmen den Ingenieur Günter Born aus Gackenbach mit einer Vorplanung zum Umbau der alten Schule beauftragt. Das Honorar beträgt 21.000 Euro netto. Born soll die Aufgabenstellung des Vorhabens klären, die Planungsaufgabe darstellen, mit Behörden und Fachingenieuren Vorgespräche führen und eine zeichnerische Vorplanung erstellen. Außerdem soll er die Erschließung der Nutzungseinheiten festlegen, eine Kostenschätzung erstellen und eine grobe Terminplanung abgeben.
Die Fläche am Aussichtspunkt soll komplett aufgeforstet werden.
Der Windener Gemeinderat will im laufenden Jahr in die Zukunft des heimischen Waldes investieren, der unter dem veränderten Klima leidet. Geplant sind einmal mehr Neuanpflanzungen von jungen Bäumen. 14 Hektar sollen mit insgesamt 23.000 Jungpflanzen aufgeforstet werden, teilte der Erste Ortsbeigeordnete Gebhard Linscheid mit. 30 Prozent der neuen Bäume sind Laubbäume wie Eiche, Linde, Kirschen, Eibe usw.. Der Rest ist Nadelholz, vor allem Küstentanne und Douglasie.
Im Jahr 2023 sollen weitere Flächen neu bepflanzt werden. Bisher hat die Ortsgemeinde 10,4 Hektar im Jahr 2020 aufgeforstet. Die Fläche hinter dem Sportplatz und entlang des Weges zum Forst wurde mit mit zirka 21.000 Pflanzen bestückt. Diese haben das Dürrejahr überraschend gut überstanden. Dies ist den vielen freiwilligen Helfern sowie der Feuerwehr Winden zu verdanken, die wochenlang die jungen Pflanzen bewässert haben. Hinzu kommen 15,4 Hektar Jungwald, der sich selbst gepflanzt hat (Bereich am Lohwald).
Die Neupflanzungen reißen allerdings ein Loch in den Forsthaushalt, der inzwischen ein kräftiges Minus von fast 50.000 Euro aufweist. „Dass der Forst mit einem Minus plant, ist einmalig in der Geschichte der Ortsgemeinde Winden“, so Linscheid. Allerdings ist das Minus leicht zu erklären: Die Kosten der Aufforstung mit Schutz und Pflegemaßnahmen betragen 123.000 Euro, abzüglich eines geplanten Zuschusses der Landesregierung von 65.000 Euro, was ein Minus von 58.000 Euro ergibt. Der Holzverkauf verringert das Minus auf knapp 50.000 Euro.
Die große Mehrheit des Gemeinderates unterstützt und befürwortet eine Aufforstung in diesem großen Stil, damit zukünftige Generationen wieder einen gesunden widerstandsfähigen und leistungsstarken Wald haben.
Die Heizungsanlage im Dorfgemeinschaftshaus bekommt eine neue Brandschutzklappe. Außerdem sollen alle anstehenden Arbeiten ausgeführt, damit die Heizung den Segen des TÜV erhält und sie wieder ordnungsgemäß läuft. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am 28. Januar beschlossen.
Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Richter aus Koblenz, die ein wirtschaftlich akzeptables Angebot vorgelegt habe. Eine zuvor angefragte Firma sei offensichtlich unwillig gewesen, den Auftrag zu übernehmen, teilte Ortsbürgermeister Stefan Mertlich mit. „Manchmal werden Arbeiten bewusst zu teuer angeboten, weil man den Auftrag gar nicht haben möchte. Anders ist nicht erklärbar, warum wir jetzt von den hälftigen Kosten ausgehen können“, sagte der Ortschef.
Nicht ganz unbeteiligt an der Auftragsvergabe sei Ratsmitglied Markus Cron gewesen, der als Meister im Heizungsinstallateurwesen bei der Firma Richter arbeitet. Dennoch handele es sich bei dem Angebot der Firma Richter „um eine ganz normale, mit gesundem Menschenverstand kalkulierte Arbeitsleistung“, so Stefan Mertlich. Die anstehenden Arbeiten sollen so schnell wie möglich durchgeführt werden. Die Heizungsanlage ist derzeit wegen der schon länger ausstehenden TÜV-Prüfung außer Betrieb.
Der ehemalige Ortsbürgermeister von Winden Gebhard Linscheid ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Vorschlag der Wählergruppe Forro zum neuen Ersten Beigeordneten und damit zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt worden. Linscheid nahm die Wahl an und wurde direkt nach der Wahl vereidigt. Der Ortsgemeinderat und Ortsbürgermeister Stefan Mertlich gratulierten dem neuen Ersten Beigeordneten zur Wahl. Der ehemalige Erste Beigeordnete Thomas Kurth hatte bereits in der Sitzung am 3. Dezember sein Amt niedergelegt.
Die ausgeschiedenen Mitglieder des Ortsgemeinderats und der aus dem Amt scheidende bisherige Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid (3. v. re.) mit dem Präsent der Gemeinde.
Während der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderats hat der aus dem Amt scheidende Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid den ebenfalls ausgeschiedenen Ratsmitgliedern für ihren jahrelangen Einsatz im Ehrenamt gedankt und teils mit Urkunden gewürdigt. Im einzelnen waren dies: Gerald Eschenauer und Matthias Uhle waren jeweils 15 Jahre Mitglied im Ortsgemeinderat, Martin Linscheid, 20 Jahre Mandatsträger , und schließlich Bernd Schendel, der 30 Jahre lang ehrenamtlich im Ortsgemeinderat Winden gewirkt hat.
Nach seiner Dankes- und Abschiedsrede verpflichtete „Altbürgermeister“ Gebhard Linscheid den neuen Gemeinderat und damit alle gewählten Ratsmitglieder für die nächsten fünf Jahre per Handschlag:
Thomas Kurth (1. Beigeordneter und Mitglied des Ortsgemeinderates), Erika Fritsche (2. Beigeordnete und Mitglied des Ortsgemeinderates), Janusch Rommersbach, Tim, Rommersbach, Florian Linscheid, Elke Forro, Sascha Ludwig, Marco Müller, Bettina Kraus, Markus Cron, Marcus Schatten und Kai Uwe Löhle.
Der neue Windener Gemeinderat mit dem neuen Ortsbürgermeister Stefan Mertlich (vorne, 2. v. li.) und Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser (rechts).
Anschließend wurde Stefan Mertlich in sein neues Amt als Ortsbürgermeister berufen und ebenfalls für die nächsten fünf Jahre verpflichtet. An der Ratssitzung nahm auch Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser (SPD) teil, der allen Ratsmitgliedern, den beiden Beigeordneten und Ortsbürgermeister Stefan Mertlich zur Wahl gratulierte und dafür dankte, dass sie sich in den ehrenamtlichen Dienst der Gemeinde stellen. Weiter dankte Uwe Bruchhäuser dem alten Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid und den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Der neue Ortsgemeinderat stimmte im weiteren Sitzungsverlauf über die Änderung der bisherigen Satzung über die mögliche Zahl der Beigeordneten ab. Auf Antrag von Thomas Kurth entschied der Gemeinderat einstimmig, es bei zwei Beigeordneten in der Satzung zu belassen. Weiter beschloss der Rat einstimmig, die bisherige Satzung um die Bildung zweier Ausschüsse zu erweitern. Künftig soll es demnach einen Rechnungsprüfungsausschuss und einen Ausschuss für Jugend und Senioren geben.
Zum Ersten Beigeordneten wurde Thomas Kurth einstimmig vom Gemeinderat wiedergewählt. Zur Zweiten Beigeordneten wurde Erika Fritsche mit elf Ja- und einer Neinstimme gewählt. Ortsbürgermeister Stefan Mertlich gratulierte den beiden Beigeordneten und ernannte sie für ihr neues Amt. Der scheidende Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid wurde von seinem Nachfolger Stefan Mertlich und Gastredner Volker Feldpausch (Attenhausen) mit einer schönen, humorvollen und äußerst kurzweiligen Rede verabschiedet. Mertlich überreichte seinem Amtsvorgänger im Namen der Gemeinde als Anerkennung für die geleisteten Dienste ein Präsent und seiner Frau Rita einen Blumenstrauß. Mit einem Umtrunk im Dorfcafé wurde Gebhard Linscheid nach der Ratssitzung in gemütlicher Runde verabschiedet und Stefan Mertlich als neuer Ortschef begrüßt.
Stefan Mertlich ist am Sonntag zum neuen Ortsbürgermeister von Winden gewählt worden. Auf ihn entfielen 55,45 Prozent der Stimmen. Seine Mitbewerberin Elke Forró kam auf 44,55 Prozent. Mertlich tritt die Nachfolge von Gebhard Linscheid am 1. Juli an.
Bei den Wahlen zum Gemeinderat entfielen auf die Liste Forró 56,4 Prozent, die Liste Mertlich kam auf 30,4 und die Grünen auf 13,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,5 Prozent. Im neuen Windener Gemeinderat sind die Grünen mit zwei Sitzen vertreten, die Liste Mertlich mit drei und die Liste Forró mit sieben Sitzen. Die Liste Forró hat damit die absolute Mehrheit.
Die Wahlergebnisse nach Listen und Personen (in Klammern Stimmenzahl) lauten:
Forró (2.998)
Thomas Kurth (433)
Janusch Rommersbach (368)
Tim Rommersbach (328)
Elke Forró (277)
Marco Müller (275)
Florian Linscheid (231)
Sascha Ludwig (217)
Mertlich 1.616
Stefan Mertlich (402)
Marcus Schatten (277)
Kai Uwe Löhle (275)
Mit einem Defizit von knapp 22.000 Euro im Ergebnisteil schließt der Haushaltsplan 2019, den der Windener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mIT großer Mehrheit verabschiedet hat. Die Aufwendungen liegen bei etwas über einer Million Euro (1,003 Mio.), während die Erträge mit gut 981.000 Euro veranschlagt sind. Beide Werte liegen deutlich über denen des Vorjahres.
Besser als ursprünglich geplant hat sich nach Information der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau das Haushaltsjahr 208: Hatte die Ortsgemeinde vor einem Jahr noch ein Minus vor 13.000 Euro geplant, so schließt das Jahr nach Vorlage aller Rechnungen nun mit einem Überschuss von 105.000 Euro. Abzüglich einer Rücklage für Wiederaufforstung beträgt das Plus rund 70.000 Euro. Zu verdanken ist diese positive Entwicklung dem Umstand, dass die Gemeinde höhere Steuereinnahmen hatte, vor allem aber einen ordentlichen Überschuss im Forsthaushalt. Der ursprünglich mit 66.496 Euro geplante Überschuss kletterte im Jahresverlauf auf 174.000 Euro.
Im laufenden Haushaltsjahr plant die Ortsgemeinde mit deutlich höheren Erträgen als 2018. Das Plus beträgt rund 68.000 Euro. Auch in den kommenden Jahren rechnet die Gemeinde mit steigenden Steuereinnahmen, die der guten wirtschaftlichen Entwicklung geschuldet sind. Das Steuerplus ist mit 25.000 Euro veranschlagt. Auch die Zuwendungen und allgemeinen Umlagen steigen, und zwar um knapp 37.000 Euro. Der Forstwirtschaftsplan ist für das laufende Haushaltsjahr mit einem Überschuss von 31.972 Euro zuzüglich Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für Wiederaufforstungsmaßnahmen in Höhe von 30.000 Euro veranschlagt. Für den ehemaligen Revierförster muss die Ortsgemeinde 6.000 Euro aufwenden, sodass der Überschuss entsprechend reduziert wird.
Die geplanten Aufwendungen des Jahres 2019 liegen mit rund 76.000 Euro über dem Wert des Vorjahres. Davon entfallen auf Personalausgaben etwa 55.000 Euro, was einen erheblichen Anstieg bedeutet. In diesem Wert sind neben den laufenden Ausgaben für die gemeindeeigenen Angestellten und Arbeiter auch die zusätzlichen Aufwendungen aus dem Arbeitsvertrag für den Revierdienst enthalten, ebenso Tariferhöhungen. Für Sach- und Dienstleistungen gibt die Ortsgemeinde Winden 80.000 Euro mehr als als im Vorjahr. Die Veränderungen resultieren aus dem Ansatz für den Unternehmereinsatz bei der kommunalen Fortwirtschaft. Dieser beziffert sich nach dem Forstwirtschaftsplan auf über 60.000 Euro. Des Weiteren sind 68.000 Euro höhere Unterhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr geplant.
An die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau muss die Ortsgemeinde 266.240 Euro Umlage abführen (Vorjahr 218.000 Euro). Darin enthalten ist die Sonderumlage “ Kindergarten “ in Höhe von 49.474 Euro. Die Kreisumlage beträgt 2019 257.800 Euro gegen über 230.300 Euro im Jahr 2018. Der Anstieg der Umlage ist das Resultat einer gestiegenen Steuerkraft der Ortsgemeinde Winden.
Für den Finanzhaushalt wurde ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 52.273 Euro ermittelt. Unter dem Strich steht ein Überschuss in Höhe von 5.579 Euro, der aber nicht ausreicht, um die Tilgung der Investitionskredite zu decken.
Die liquiden Mittel der Ortsgemeinde betrugen zum 31.12.2018 rund 166.000 Euro. Der Gesamtbetrag der Kredite belief sich zum Jahresende auf 219.439 Euro, was eine Pro-Kopf Verschuldung von 319 Euro bedeutet. Die Einwohnerzahl Windens lag bei 689.
Der Ortsgemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan 2019 einstimmig genehmigt; dieser sieht einen deutlich geringeren Überschuss als 2018 vor. Laut Revierförster Felix Janz haben Stürme und anschließender Borkenkäferbefall den Wald, insbesondere die Fichte, erheblich geschädigt. Rund zehn Prozent der Gemeindewaldfläche gingen verloren und müssten in den kommenden Jahren sukzessive wieder aufgepflanzt werden. Der Forstetat 2018 weist laut Janz noch einen Überschuss in Höhe von 174.000 Euro aus. Durch die notwendigen Aufforstungen werde in den Folgejahren das Ergebnis aber deutlich geringer ausfallen. So weist der Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2019 Erträge in Höhe von 148.986 Euro aus, denen Aufwendungen in Höhe von 117.014 Euro gegenüberstehen. Im laufenden Jahr ist somit nur noch mit einem Ergebnis in Höhe von 31.972 Euro zu rechnen.
Der Forstwirtschaftsplan 2019 sieht folgende Eckpunkte vor: Aufwendungen:
57.664 Euro für Produktionskosten
33.500 Euro für Waldbegründung und Waldpflege
4.900 Euro für Waldschutz gegen Wild und Verkehrssicherungen
500 Euro für Naturschutz und Landschaftspflege
5.000 Euro für Wegebaumaßnahmen
14.500 Euro für sonstige Maßnahmen Erträge:
148.986 Euro Erlöse aus Holzverkäufen
Davon entfallen auf:
Eiche 30 Festmeter (fm)
Buche 200 fm
Fichte 6000 fm (alles Schad- bzw. Käferholz)
Douglasie 40 fm
Kiefer 10 fm
Lärche 10 fm
Auf Nachfrage aus dem Rat erläuterte Revierförster Janz, dass die Leittriebe der neu angepflanzten Baumsetzlinge zwei Mal jährlich gespritzt werden sollen. Diese Methode sei erprobt und erfolgreich. Nach drei Jahren sei eine Pflege der Neupflanzen nicht mehr notwendig. Großräumige Gatterungen als Schutz der Neupflanzen stellten auch eine Möglichkeit dar, seien aber unwirtschaftlich. Der Preis pro Pflanze inklusive zweimaligem Spritzen belaufe sich auf vier Euro. Eine Gatterung würde jedoch Kosten in Höhe von zehn Euro pro Pflanze verursachen.
Die Beratung über Spielgeräte für den Spielplatz und ein Beschluss über einen Antrag des Kindergartenfördervereins stehen auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 29. Januar, 19.30 Uhr, im Pfarrheim Winden. Zu Beginn der Sitzung ist außerdem eine Einwohnerfragestunde vorgesehen.