{"id":976,"date":"2010-10-19T09:30:03","date_gmt":"2010-10-19T08:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=976"},"modified":"2011-02-24T07:51:55","modified_gmt":"2011-02-24T06:51:55","slug":"976","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=976","title":{"rendered":"Dorfwerkstatt: Winden packt die Zukunft an"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_980\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-980\" class=\"size-full wp-image-980 \" title=\"dorfwerkstattwinden1\" src=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden1.jpg 921w, https:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden1-300x179.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-980\" class=\"wp-caption-text\"><em>Etwa 25 Windener B\u00fcrger trafen sich am Montagabend zur ersten Dorfwerkstatt in Winden.<\/em><\/p><\/div>\n<p>Wie l\u00e4sst sich der Windener Dorfkern attraktiver gestalten, wie l\u00e4sst sich das soziale Miteinander verbessern, wie die Jugend zum Mitmachen aktivieren?\u00a0 F\u00fcr die Windener <strong>Dorfwerkstatt<\/strong> gibt es eine F\u00fclle an Aufgaben. 25 M\u00e4nner und Frauen aus allen Altersschichten trafen sich am Montagabend im Pfarrheim, um \u00fcber die Zukunft ihres Dorfes nachzudenken. Moderiert wurde der Abend von den beiden Planerinnen<strong> Silvia Scheu-Menzer<\/strong> und <strong>Eva Steinberger-Theisen<\/strong> aus Kruft, die vom Gemeinderat mit der Dorfmoderation beauftragt wurden.<!--more--><\/p>\n<p>Dass es gar nicht so einfach ist, Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen von dem Begriff &#8222;Dorfwerkstatt&#8220; auf einen Nenner zu bringen, zeigte sich gleich zu Beginn der Sitzung, zu der <strong>Ortsb\u00fcrgermeister Gebhard Linscheid <\/strong>eingeladen hatte. W\u00e4hrend die beiden Planerinnen zun\u00e4chst nur das Thema Flurbereinigung im Dorfkern ansprachen, forderten die B\u00fcrger, die Aufgaben der Dorfwerkstatt deutlich weiter zu fassen und vor allem den Aspekt der Dorfgemeinschaft einzubeziehen. Also hie\u00df es zun\u00e4chst einmal, Vorschl\u00e4ge und Ideen zu sammeln, mit denen man sich in den kommenden Monate befassen will. &#8222;Unser Ziel muss sein, die Lebensqualit\u00e4t im Ortskern zu verbessern und dabei auch die soziale Beziehungen einzubeziehen&#8220;, sagte <strong>Werner Nick <\/strong>vom Dienstleistungszentrum L\u00e4ndlicher Raum Westerwald-Osteifel.<\/p>\n<div id=\"attachment_981\" style=\"width: 309px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-981\" class=\"size-full wp-image-981\" title=\"dorfwerkstattwinden2\" src=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden2.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"368\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-981\" class=\"wp-caption-text\"><em>Planerin Silvia Scheu-Menzen ist eine der beiden Dorfmoderatorinnen.<\/em><\/p><\/div>\n<p>&#8222;Ich habe die Hoffnung, dass die Dorfkneipe wiederbelet wird&#8220;, sagte<strong> Bettina Krau\u00df<\/strong> und mit ihr mehrere Teilnehmer der Versammlung, die es schade finden, dass Winden keine Gastwirtschaft mehr besitzt, wo sich B\u00fcrger treffen und unterhalten k\u00f6nnen. Dass die d\u00f6rflichen Aktivit\u00e4ten immer nur von einigen wenigen B\u00fcrgern und dazu immer denselben getragen wird, bedauerte <strong>Lisa Hermann<\/strong>. Ihr Wunsch: &#8222;Wie k\u00f6nnen wir es hinkriegen, dass nicht nur immer dieselben 150 Leute etwas tun im Dorf, sondern alle?&#8220; So sah es auch der <strong>Erste Ortsbeigeordnete\u00a0 Heinz-J\u00fcrgen Schl\u00f6sser<\/strong>: &#8222;Es sind immer die gleichen Leute, die das Gleiche machen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Defizite beim gemeinschaftlichen Engagement sieht Ortschef Linscheid vor allem bei den 18- bis 30-J\u00e4hrigen, die aus seiner Sicht mehr Verantwortung im\u00a0 Dorf \u00fcbernehmen m\u00fcssten. &#8222;Wir \u00fcberaltern zunehmend in unseren Entscheidungsgremien&#8220;, sagte Linscheid. Angesichts einer immer \u00e4lter werdenden Bev\u00f6lkerung m\u00f6chte er au\u00dferdem \u00fcberlegen, wie sich Hilfe f\u00fcr \u00e4ltere Menschen organisieren, wie sich ein soziales Netzwerk schaffen l\u00e4sst. Ein Aspekt, den auch Bettina Krau\u00df aufgriff. Die Gemeinschaft zwischen Alt und Jung sei in Winden nicht &#8222;prickelnd&#8220;, meinte sie. Nur in der Kirchen, an Kirmes und Karneval k\u00e4men die Generationen zusammen, und dann vor allem, wenn es ums Alkohol trinken gehe. &#8222;Alles endet immer in einer Sauferei, und ab 22 Uhr hat der Alkohol die Oberhand&#8220;, kritisierte sie. Sie hoffe, dass es k\u00fcnftig mehr Veranstaltungen gibt, die &#8222;Gehirnzellen erfordern&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Achim Mertlich<\/strong> verbindet mit der Dorfwerkstatt die Hoffnung, dass es in Winden gelingt, ehrenamtliche Arbeit zu organisieren, um Dinge im Dorf zu erledigen, um die sich sonst niemand k\u00fcmmere. &#8222;Wir sollten eine Aktivengruppe gr\u00fcnden, um Kosten f\u00fcr Handwerker zu sparen&#8220;, sagte er. Vorbildlich sei die Rentnerband im Nachbarort Wein\u00e4hr. Ein besseres soziales Netzwerk schaffen ist das Ziel von <strong>Erika Fritsche<\/strong>. Im Dorf gebe es sicherlich viele verborgene F\u00e4higkeiten und Talente, die es zu aktivieren gelte. Zum Beispiel die von<strong> Joachim und Antonie von Koblinski<\/strong>, die anboten, Malkurse f\u00fcr Kinder abzuhalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine besssere Au\u00dfendarstellung und d\u00f6rfliches Marketing sprach sich<strong> Heinz Heller <\/strong>aus. Winden sollte versuchen, mehr Touristen in den Ort zu locken. &#8222;Zurzeit geht der Touristenstrom noch an uns vorbei&#8220;, sagte er. Mehr Werbung f\u00fcr den Dorfladen forderte <strong>Annette Heller<\/strong>, die als Angestellte in dem Gesch\u00e4ft arbeitet. Ein verbesserter Bring-Dienst nach Hause k\u00f6nnte die Akzeptanz des Ladens verbessern.<\/p>\n<div id=\"attachment_983\" style=\"width: 326px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-983\" class=\"size-full wp-image-983 \" title=\"dorfwerkstattwinden4\" src=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden4.jpg\" alt=\"\" width=\"316\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden4.jpg 921w, https:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dorfwerkstattwinden4-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-983\" class=\"wp-caption-text\"><em>W\u00fcnscht sich mehr Aktivit\u00e4ten der jungen Windener: Ortsb\u00fcrgermeister Gebhard Linscheid (M.). Bettina Krau\u00df (li.) sprach sich f\u00fcr mehr Begegnungen mit weniger Alkohol aus.<\/em> <\/p><\/div>\n<p>Aber auch das Ausgangsthema des Abends, die Flurbereinigung, kam an diesem Abend zur Sprache. Die beiden Dorfmoderatorinnen zeigten anhand von Beispielen, wie durch Zusammenlegungen von Parzellen, Grenzbegradigungen, Abrissen alter Scheunen oder ungenutzter Geb\u00e4udeteile neue Baugrundst\u00fccke mitten im Ort entstehen k\u00f6nnen oder zumindest die Nutzbarkeit von Grundst\u00fccken verbessert und mancher Schandfleck im Dorf beseitigt werden kann. Ziel m\u00fcsse es sein, der Verdichtung im Dorfkern entgegenzuwirken, Platz zu schaffen und damit attraktiv zu werden f\u00fcr junge Familien. Ein B\u00fcrger, der mit drei Kindern in einem Haus in der Ortsmitte wohnt, brachte die Problematik auf den Punkt: &#8222;Wir wohnen fast alleine im Dorfkern, und ich w\u00fcnsche mir drei oder vier Familien, die noch hierhin ziehen.&#8220; Er bef\u00fcrchte, dass die Zahl der leerstehenden Geb\u00e4ude weiter zunimmt.<br \/>\nDie verschwundenen Fu\u00dfwege im Dorf besch\u00e4ftigen <strong>Edgar Dommermuth<\/strong>, der sich daf\u00fcr aussprach, solche Verbindungen im Dorf wiederherzustellen. Die Sanierung von Fachwerk und die Verbesserung der Verkehrsanbindungen, vor allem Richtung Westerwaldkreis, hielt Gemeinderatsmitglied <strong>Markus R\u00fcbsamen <\/strong>f\u00fcr wichtig. Dazu geh\u00f6re auch eine bessere Einbindung Windens ins Radwege- und Wanderwegenetz. Zum sozialen Geschehen in Winden hatte R\u00fcbsamen, fr\u00fcher einmal Vorsitzender des VfR, eine eher pessimistische Sicht. Es sei schwierig, die B\u00fcrger f\u00fcr Veranstaltungen im eigenen Ort zu begeistern. Den Vereinen riet er, weniger Feste auszurichten. &#8222;Weniger ist manchmal mehr&#8220;, sagte R\u00fcbsamen.<\/p>\n<p>Ortschef Linscheid hoffte, dass es gelingen wird, mit Hilfe der Dorfwerkstatt Winden so zu gestalten, dass es f\u00fcr die nachfolgenden Generationen attraktiv ist. &#8222;Unser Ziel muss sein, dass aus den 150 Aktivisten 300 werden&#8220;, sagte er.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Dorfwerkstatt wird fortgesetzt mit einer Ortsbegehung am<strong> Freitag, 19. November,<\/strong> zu der alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger eingeladen sind. Genaue Uhrzeit und Treffpunkt werden noch bekanntgegeben.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie l\u00e4sst sich der Windener Dorfkern attraktiver gestalten, wie l\u00e4sst sich das soziale Miteinander verbessern, wie die Jugend zum Mitmachen aktivieren?\u00a0 F\u00fcr die Windener Dorfwerkstatt gibt es eine F\u00fclle an Aufgaben. 25 M\u00e4nner und Frauen aus allen Altersschichten trafen sich am Montagabend im Pfarrheim, um \u00fcber die Zukunft ihres Dorfes nachzudenken. 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