{"id":4779,"date":"2013-01-22T21:55:55","date_gmt":"2013-01-22T19:55:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=4779"},"modified":"2013-01-22T22:02:46","modified_gmt":"2013-01-22T20:02:46","slug":"ortsgemeinde-winden-plant-ein-gewerbegebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=4779","title":{"rendered":"Ortsgemeinde Winden plant ein Gewerbegebiet"},"content":{"rendered":"<p>Die<strong> Ortsgemeinde Winden <\/strong>erw\u00e4gt derzeit die Ausweisung eines rund einen Hektar gro\u00dfen Gewerbegebietes am Ortsrand. Am aussichtsreichsten unter vier alternativen Standorten erscheint laut einer Voruntersuchung des \u00f6rtlichen Planungsb\u00fcros Matthias Uhle das Gebiet <strong>&#8222;Lohberg&#8220;<\/strong>. Ortsb\u00fcrgermeister <strong>Gebhard Linscheid<\/strong> hat die B\u00fcrger dazu aufgerufen, ihre Meinung in der weiteren Planung einzubringen. <!--more--><\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Gewerbegebietspl\u00e4ne ist der Antrag eines ortsans\u00e4ssigen Betriebes, der sich auf einem bisher unerschlosssenen und unbeplanten, rund 4000 Quadratmeter gro\u00dfen Grundst\u00fcck im &#8222;Nassauer Feld&#8220; (hinter der Schule) niederlassen m\u00f6chte. Die Planungs- und Erschlie\u00dfungskosten f\u00fcr einen &#8222;vorhabenbezogenen Bebauungsplan&#8220; w\u00fcrden zu Lasten des Antragstellers gehen, allerdings liegt das Planungsrecht bei der Ortsgemeinde Winden. Laut Raumordnungsplanung w\u00fcrde der Ansiedlung eines Betriebes in Winden nichts entgegenstehen. Zumal die Ortsgemeinde Winden auch daran interessiert ist, die im Ort vorhandenen Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten oder sogar noch auszubauen. Im Zeichen des demografischen Wandels besteht die Gefahr, dass die ohnehin unterdurchschnittlichen Steuereinnahmen der Ortsgemeinde Winden weiter sinken.<\/p>\n<p>Eine Pr\u00fcfung hat nun ergeben, dass noch weitere Betriebe im Ort Interesse an einem Gewerbegrundst\u00fcck bekundet haben, so dass sich ein Fl\u00e4chenbedarf von insgesamt rund 9000 Quadratmetern ergibt. Bevor die Ortsgemeinde das erforderliche Bebauungsplanverfahren einleitet, ist sie allerdings verpflichtet, eine Standortdiskussion zu f\u00fchren. Vier Standorte kommen laut einer Untersuchung des B\u00fcros Uhle f\u00fcr ein kleines Gewerbegebiet in Frage: Das<strong> &#8222;Nassauer Feld&#8220;<\/strong> (0,75 Ha), das Gebiet <strong>&#8222;Vor dem Lohwald&#8220;<\/strong> (1,5 Ha), der <strong>&#8222;Lohberg&#8220; <\/strong>(2,0 Ha) und <strong>&#8222;Ober den Birken&#8220;<\/strong> (0,9 Ha). Alle vier Fl\u00e4chen sind im aktuellen Fl\u00e4chennutzungsplan als landwirtschaftliche Fl\u00e4chen oder Waldfl\u00e4chen ausgewiesen. Dieser Plan m\u00fcsste folglich ge\u00e4ndert werden, was parallel zum Bebauungsplanverfahren erfolgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die vier Standorte haben verschiedene Vor- und Nachteile, die das B\u00fcro Uhle ermittelt hat. Entscheidend bei der Bewertung der vier Standorte sind folgende Kriterien:<\/p>\n<p>1. Das Gebiet muss mit Lkw erreichbar sein.<br \/>\n2. Die Grundst\u00fccke m\u00fcssen sich in ein ebenes Profil modellieren lassen.<br \/>\n3. Die Errichtung von gewerblich nutzbaren eingeschossigen Geb\u00e4uden, bis max. z.B. 14m x 30m<br \/>\nGrundfl\u00e4che muss m\u00f6glich sein.<br \/>\n4. Die Ver- und Entsorgung muss mit vertretbarem Aufwand m\u00f6glich sein.<br \/>\n5. Die Erschlie\u00dfung und die Bereitstellung von Grundst\u00fccken darf keine Verschuldung der Gemeinde<br \/>\nverursachen.<br \/>\n6. Die Aufwendungen f\u00fcr die Erschlie\u00dfung m\u00fcssen f\u00fcr den \/ die Vorhabentr\u00e4ger zumutbar sein.<br \/>\n7. Die Grundst\u00fccke m\u00fcssen dem geplanten Nutzungszweck zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\n8. Das Orts- und Landschaftsbild darf nur unwesentlich beeintr\u00e4chtigt werden.<br \/>\n9. Die zu erwartenden Eingriffe in den Naturhaushalt, soweit sie erheblich sind, m\u00fcssen angemessen<br \/>\nausgleichbar sein.<br \/>\n10. Konflikte mit Schutzgebieten m\u00fcssen im Rahmen der Abw\u00e4gung ausgleichbar sein.<\/p>\n<p>Laut Pr\u00fcfung sind die Gebiete &#8222;Nassauer Feld&#8220; und &#8222;Am Lohberg&#8220; am diskussionsw\u00fcrdigsten. Allerdings hat das &#8222;Nassauer Feld&#8220; den Nachteil, dass dort eine Bodenordnung erforderlich w\u00e4re, die sehr lange dauern w\u00fcrde. Der Standort &#8222;Vor dem Lohwald&#8220; w\u00e4re zwar bei der Erschlie\u00dfung g\u00fcnstig, w\u00fcrde aber voraussichtlich wegen seiner exponierten Lage in der Kernzone des Naturparks Nassau scheitern. Der Standort &#8222;Ober den Birken&#8220; ist wegen seiner hohen Erschlie\u00dfungskosten, der Lage in der Kernzone des Naturparks und dem voraussichtlich naturschutzrechtlich erforderlichen Ausgleich nicht diskussionsf\u00e4hig, urteilt das Planungsb\u00fcro.<\/p>\n<p>Im weiteren Verfahren werden die Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher Belange ebenso beteiligt wie die Windener B\u00fcrger.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Winden-Gewerbegebiet-1-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4780\" title=\"Winden Gewerbegebiet\" src=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Winden-Gewerbegebiet-1-12.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"664\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ortsgemeinde Winden erw\u00e4gt derzeit die Ausweisung eines rund einen Hektar gro\u00dfen Gewerbegebietes am Ortsrand. 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