{"id":1521,"date":"2011-01-12T09:16:15","date_gmt":"2011-01-12T08:16:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=1521"},"modified":"2011-01-12T09:28:58","modified_gmt":"2011-01-12T08:28:58","slug":"neue-abwasserentgelte-nicht-unbedingt-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=1521","title":{"rendered":"Neue Abwasserentgelte nicht unbedingt teurer"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_10305\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wir-im-nassauer-land.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/IMG_6985.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10305\" class=\"size-full wp-image-10305\" title=\"IMG_6985\" src=\"http:\/\/www.wir-im-nassauer-land.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/IMG_6985.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"270\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10305\" class=\"wp-caption-text\"><em>Fast vollbesetzt war das Windener B\u00fcrgerhaus bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend.<\/em><\/p><\/div>\n<p>Die zum 1. Januar 2011 eingef\u00fchrten neuen Abwasserentgelte in der <strong>Verbandsgemeinde Nassau<\/strong> sind nicht unbedingt mit h\u00f6heren Belastungen f\u00fcr alle B\u00fcrger verbunden. Dies machte<strong> B\u00fcrgermeister Udo Rau<\/strong> (CDU) in der Einwohnerversammlung f\u00fcr <strong>Winden <\/strong>und <strong>Wein\u00e4hr<\/strong> am Dienstagabend im B\u00fcrgerhaus Winden klar. Mit einer Beispielsrechnung erl\u00e4uterte Rau, dass eine vierk\u00f6pfige Familie mit  Einfamilienhaus auf einem 800 Quadratmeter gro\u00dfen Grundst\u00fcck und einem Wasserverbrauch von 140 Kubikmetern pro Jahr sogar 13 Euro weniger f\u00fcrs Schmutzwasser zahlt als bisher.<\/p>\n<p>Allerdings wird es auch B\u00fcrger geben, die k\u00fcnftig mehr zahlen m\u00fcssen, sagte Rau. <!--more-->Zu ihnen geh\u00f6ren die Eigent\u00fcmer gr\u00f6\u00dferer Grundst\u00fccke und Haushalte mit einem geringen Wasserverbrauch, beispielsweise Singles. Dort schl\u00e4gt der neue Wiederkehrende Beitrag Schmutzwasser (WBS) st\u00e4rker durch als bei den Eigent\u00fcmern kleinerer Grundst\u00fccke mit h\u00f6herem Wasserverbrauch. Neu ist, dass auch die Eigent\u00fcmer unbebauter Grundst\u00fccke f\u00fcr die Schmutzwasserentsorgung zur Kasse gebeten werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_10306\" style=\"width: 259px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wir-im-nassauer-land.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/IMG_6987.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10306\" class=\"size-full wp-image-10306\" title=\"IMG_6987\" src=\"http:\/\/www.wir-im-nassauer-land.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/IMG_6987.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"358\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10306\" class=\"wp-caption-text\"><em>B\u00fcrgermeister Udo Rau.<\/em><\/p><\/div>\n<p>Wie Rau vor rund 200 B\u00fcrgern aus beiden Ortschaften betonte, hat der Verbandsgemeinderat die Abwasserentgelte gesplittet. Unver\u00e4ndert bleibt der wiederkehrende Beitrag Niederschlagswasser (&#8222;Regensteuer&#8220;) von 76 Cent pro Quadratmeter Abflussfl\u00e4che. Die eigentliche Schmutzwassergeb\u00fchr teilt sich k\u00fcnftig in eine &#8212; wie bisher auch &#8212; verbrauchsbezogene Geb\u00fchr und &#8212; neu &#8212; eine verbrauchsunabh\u00e4ngige Geb\u00fchr, der sogenannte <strong>wiederkehrende Beitrag Schmutzwasser<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Schmutzwassergeb\u00fchr wurde deutlich gesenkt und betr\u00e4gt nur noch 2,76 Euro (bisher: 4,49 Euro) pro Kubikmeter Abwasser, den die Haushalte  in die Kanalisation einleiten. Auch das Einleiten aus Brauchwasser-Zisternen wird kostenpflichtig, so Rau, wobei dieses Schmutzwasser k\u00fcnftig \u00fcber einen separaten Z\u00e4hler gesondert erfasst werde. Wer den Betrieb einer Brauchwasser-Zisterne, beispielsweise f\u00fcr die Toilettensp\u00fclung, verschweigt, begeht Steuerhinterziehung, sagte Rau. Nicht geb\u00fchrenpflichtig seien Zisternen nur zur Gartenbew\u00e4sserung. Der bisherige Abzug von pauschal zehn Prozent auf den Wasserverbrauch entf\u00e4llt, weil er insgesamt zu h\u00f6heren Geb\u00fchren gef\u00fchrt und deshalb keinen Sinn gehabt habe.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Schmutzwassergeb\u00fchr zahlen die B\u00fcrger einen j\u00e4hrlich wiederkehrenden Beitrag von 16 Cent pro gewichtetem Quadratmeter Grundst\u00fccksfl\u00e4che. Und diese Grundst\u00fccksfl\u00e4che berechnet sich so: Grundst\u00fccksgr\u00f6\u00dfe plus 30 Prozent f\u00fcr bis zu zwei Vollgeschosse (plus eventuell 15 Prozent f\u00fcr jedes weitere Vollgeschoss). Dies ergibt zum Beispiel f\u00fcr ein 800 Quadratmeter gro\u00dfes Grundst\u00fcck folgende Kalkulation: 800 plus 30 Prozent mal 0,16 = 166,40 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von 140 Kubikmetern Wasser zahlt ein Hauseigent\u00fcmer also 166,40 Euro wiederkehrenden Beitrag Schmutzwasser plus 386,40 Euro Schmutzwassergeb\u00fchr (= 140 mal 2,76) , also insgesamt 552,80 Euro. Bisher zahlte der Haueigent\u00fcmer: 140 Kubikmeter minus zehn Prozent (entf\u00e4llt jetzt) mal 4,49 Euro gleich 565,74 Euro. Ergo: Die neue Geb\u00fchr ist f\u00fcr den hier als Beispiel gew\u00e4hlten Hauseigent\u00fcmer etwas g\u00fcnstiger als bisher.<\/p>\n<p>Aufgezehrt wird dieser Vorteil allerdings durch die um zw\u00f6lf Euro (jetzt 132 Euro) erh\u00f6hte Z\u00e4hlergeb\u00fchr. Auch f\u00fcr das Wasser zahlt der Verbraucher etwas mehr, weil der Pauschalabzug von zehn Prozent entf\u00e4llt. Immerhin sei der Kubikmeterpreis f\u00fcrs Wasser bei 1,90 Euro stabil geblieben, so Rau.<\/p>\n<p>Den WBS zahlen auch Eigent\u00fcmer unbebauter Grundst\u00fccke, die damit an den hohen Fixkosten der Abwasserentsorgunganlagen beteiligt werden sollen, so Rau. Auf Nachfrage von<strong> Gerhard Fritsche <\/strong>r\u00e4umte Rau ein, dass sich Wassersparen nach dem neuen Geb\u00fchrenmodell nicht mehr im selben Ausma\u00df lohnt wie bisher. Und: Wer ein gro\u00dfes Grundst\u00fcck besitzt, zahlt einen h\u00f6heren WBS, wer weniger Wasser verbraucht, wird durch den neuen Beitrag &#8212; im Verh\u00e4ltnis &#8212; ebenfalls h\u00f6her belastet als Verbraucher gro\u00dfer Wassermengen.<\/p>\n<p>Nach Raus Angaben werden in den n\u00e4chsten die Feststellungsbescheide \u00fcber die gewichtete Grundst\u00fccksfl\u00e4che versandt, die der Berechnung des wiederkehrenden Beitrags Schmutzwasser dient. Rau empfahl, diese genau zu pr\u00fcfen.Er wies auch darauf hin, dass die demn\u00e4chst verschickten Abrechnungen 2010 der Verbandsgemeindewerke noch nach der alten Geb\u00fchr vorgenommen wurden.<br \/>\nHintergrund des neuen Geb\u00fchrenmodells ist laut Rau die Kostenstruktur der Abwasserbeseitigung in der VG Nassau. Diese ist gepr\u00e4gt von hohen Fixkosten, wobei Zinsen f\u00fcr Kredite einen gro\u00dfen Anteil ausmachen. Seit 1987 seien rund 55 Millionen Euro in die Abwasserrbeseitigung, also den Bau von Kl\u00e4ranlagen, Verbindungssammlern, Pumperken, Regen\u00fcberlaufbecken und Fl\u00e4chenkan\u00e4len, investiert worden. Kosten, die vor allem \u00fcber die Schmutzwassergeb\u00fchr finanziert w\u00fcrden. Da jedoch der Wasserverbrauch seit Jahren zum Teil stark r\u00fcckl\u00e4ufig sei, habe die Verbandsgemeinde die Schmutzwassergeb\u00fchr immer weiter erh\u00f6hen m\u00fcssen, um die notwendigen Einnahmen f\u00fcr den Betrieb und die Erneuerung der Abwasseranlagen sicherzustellen. Um den Teufelskreis aus sinkendem Wasserverbrauch und steigenden Geb\u00fchren zu durchbrechen, habe der Verbandsgemeinderat den wiederkehrenden Beitrag Schmutzwasser eingef\u00fchrt, so dass die Werke k\u00fcnftig einen festen Betrag einnehmen, der sich nicht nach dem schwankenden Wasserverbrauch richtet. 35 Prozent der Schmutzwassergeb\u00fchr soll \u00fcber den wiederkehrenden Beitrag, 65 Prozent \u00fcber den Wasserverbrauch abgerechnet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zum 1. Januar 2011 eingef\u00fchrten neuen Abwasserentgelte in der Verbandsgemeinde Nassau sind nicht unbedingt mit h\u00f6heren Belastungen f\u00fcr alle B\u00fcrger verbunden. Dies machte B\u00fcrgermeister Udo Rau (CDU) in der Einwohnerversammlung f\u00fcr Winden und Wein\u00e4hr am Dienstagabend im B\u00fcrgerhaus Winden klar. 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