{"id":6020,"date":"2014-07-09T07:56:38","date_gmt":"2014-07-09T05:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=6020"},"modified":"2014-07-09T07:57:15","modified_gmt":"2014-07-09T05:57:15","slug":"winden-hat-nun-ein-gewerbegebiet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=6020","title":{"rendered":"Winden hat nun ein Gewerbegebiet"},"content":{"rendered":"<p>Der Gemeinderat hat in seiner j\u00fcngsten Sitzung den Bebauungsplan f\u00fcr das Gewerbegebiet &#8222;Unter dem Lohnberg&#8220; mit gro\u00dfer Mehrheit beschlossen. Der abschlie\u00dfende Satzungsbeschluss erhielt acht Ja- und zwei Nein-Stimmen. Damit verf\u00fcgt die Ortsgemeinde Winden erstmals \u00fcber ein eigenes Gewerbegebiet.<\/p>\n<p>Der Bebauungsplan\u00a0 ist rechtskr\u00e4ftig, sobald er ordnungsgem\u00e4\u00df ver\u00f6ffentlicht worden ist. Eine mehrj\u00e4hrige kontroverse Debatte um das Thema ist somit vorerst beendet. Ein Antrag von <strong>Bettina Krau\u00df<\/strong>, die Abstimmung zu verschieben, weil ihrer Meinung nach nicht gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Durchsicht der Unterlagen bestand, lehnte der Rat ab.<\/p>\n<p>Planer und Ratsmitglied <strong>Matthias Uhle<\/strong>, der selbst nicht an der Abstimmung teilnahm, erl\u00e4uterte die Einwendungen und Anmerkungen, <!--more--><\/p>\n<p>die w\u00e4hrend der Offenlage des Planungsentwurfs im Mai eingegangen waren. Nachdem ein Gro\u00dfteil der Bedenken bereits in fr\u00fcheren Sitzungen abgewogen worden war, konzentrierte sich Uhle nunmehr auf wenige Punkte, n\u00e4mlich einen m\u00f6glichen R\u00fcckzug des Vorhabentr\u00e4gers, Kosten und Nutzung, das Erschlie\u00dfungskonzept und den Schallschutz.<\/p>\n<p>Wie Uhle erkl\u00e4rte, tritt die Ortsgemeinde nicht, wie bei anderen Planungsverfahren \u00fcblich, bei der Grundst\u00fcckserschlie\u00dfung in Vorlage; sie \u00fcbernimmt damit kein finanzielles Risiko bei der Vermarktung von Fl\u00e4chen. Die Kosten der Erschlie\u00dfung werden im vorliegenden Fall ausschlie\u00dflich von den sogenannten Vorhabentr\u00e4gern, also den bauwilligen Gewerbetreibenden, \u00fcbernommen. Lediglich f\u00fcr die Kosten der Bauleitplanung muss die Gemeinde vorab aufkommen, zumal die Ortsgemeinde Winden die Planungshoheit \u00fcber das Gewerbegebiet &#8222;Unter dem Lohnberg&#8220; innehat.<\/p>\n<p>Wie Uhle weiter erl\u00e4uterte, wurde ein Einwand der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde (Kreisverwaltung Bad Ems) zur\u00fcckgewiesen, wonach der naturschutzrechtliche Ausgleich f\u00fcr das Gewerbegebiet im Wald als nicht erbracht angesehen wird. Der Planer wies darauf hin, dass die Planung zuletzt so ge\u00e4ndert wurde, dass ein Gr\u00fcng\u00fcrtel anstelle einer sogenannten Mischfl\u00e4che als Ausgleich ausgewiesen wurde. Eine alternative Ausgleichsfl\u00e4che sei verworfen worden, sagte Uhle, der auch auf eine entsprechende Stellungnahme des Landschaftsplanungsb\u00fcros aufmerksam machte.<\/p>\n<p>Ratsmitglied Bettina Krau\u00df kritisierte ein Schreiben von Uhle an die SGD Nord, wonach die Bedenken gegen den Bebauungsplan &#8222;gerecht&#8220; abgewogen worden seien. Sie widersprach ebenso der Auffassung, dass die Planung auf dem eingeschlagenen Weg weiterlaufen k\u00f6nne. Uhle wies auf den Interessenkonflikt von Naturschutzbeh\u00f6rden und Kommunen hin: Demnach vertreten Naturschutzbeh\u00f6rden grunds\u00e4tzlich einen anderen Standpunkt als Gemeinden, um einen weitestgehenden Naturschutz zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gemeinderat hat in seiner j\u00fcngsten Sitzung den Bebauungsplan f\u00fcr das Gewerbegebiet &#8222;Unter dem Lohnberg&#8220; mit gro\u00dfer Mehrheit beschlossen. Der abschlie\u00dfende Satzungsbeschluss erhielt acht Ja- und zwei Nein-Stimmen. Damit verf\u00fcgt die Ortsgemeinde Winden erstmals \u00fcber ein eigenes Gewerbegebiet. Der Bebauungsplan\u00a0 ist rechtskr\u00e4ftig, sobald er ordnungsgem\u00e4\u00df ver\u00f6ffentlicht worden ist. 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