{"id":4894,"date":"2013-03-02T08:55:59","date_gmt":"2013-03-02T06:55:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=4894"},"modified":"2013-03-05T08:24:32","modified_gmt":"2013-03-05T06:24:32","slug":"den-inneren-schweinehund-uberwinden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/?p=4894","title":{"rendered":"Thomas Kurth, der Marathon-Mann"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4895\" style=\"width: 459px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/kurth2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4895\" class=\"size-full wp-image-4895\" title=\"kurth2\" src=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/kurth2.jpg\" alt=\"\" width=\"449\" height=\"336\" srcset=\"http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/kurth2.jpg 1063w, http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/kurth2-300x224.jpg 300w, http:\/\/www.wir-in-winden.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/kurth2-1024x767.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4895\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Kurth (vorne) beim Swiss Alpine Lauf.<\/p><\/div>\n<p>50 Marathonl\u00e4ufe hat Ausdauersportler<strong> Thomas Kurth <\/strong>aus Winden bereits absolviert, immer wieder \u00fcberwindet er den &#8222;inneren Schweinehund&#8220;, wie er es nennt. Und auch in diesem Jahr hat sich der Windener Leichtathlet wieder einige Herausforderungen vorgenommen. \u00dcber seine Ziele und seine Erfahrungen sprach &#8222;Wir in Winden&#8220; mit Thomas Kurth. Lesen Sie das Interview hier im Wortlaut:<!--more--><\/p>\n<p><em>Herr Kurth, Sie haben Ihren 50. Marathonlauf absolviert. Wenn Sie zur\u00fcckblicken: Sind Sie stolz auf Ihre Leistung?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Was hei\u00dft stolz? Selbstbest\u00e4tigung w\u00e4re der bessere Ausdruck. Dann stellt sich noch die Frage, ist es eine besondere Leistung 50 Marathons, einen Marathon oder lediglich f\u00fcnf Kilometer zu laufen?<br \/>\nJede Art den inneren Schweinehund zu bezwingen ist eine Leistung, der eine braucht dazu einen Marathon oder noch mehr, der andere qu\u00e4lt sich \u00fcber eine kurze Strecke.<\/p>\n<p><em>An welche L\u00e4ufe erinnern Sie sich heute besonders gern oder ungern zur\u00fcck?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Man erinnert sich immer gerne an den ersten Marathon zur\u00fcck. Es handelt sich dabei um den 1. Mittelrhein Marathon 2005 von Oberwesel nach Koblenz. Meine Lauf- und Trainingspartner waren damals die Windener Thomas Mockenhaupt und Gebhard Linscheid. Die Kr\u00f6nung war die erfolgreiche Teilnahme am 100-km-Lauf von Biel\/CH 2008. Alle weiteren L\u00e4ufe hatten immer ihren eigenen Charme, man erinnert sich an viele wunderbare Eindr\u00fccke, traumhafte Landschaften und an die vielen netten Leute die man kennengelernt hat.<\/p>\n<p><em>Bei welchen Marathons sind Sie mitgelaufen?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Da gibt es viel zu nennen. Unter anderem lief ich zweimal den Ney York City Marathon, dreimal Hamburg, zweimal Berlin, viermal Frankfurt, dreimal Biel \/Ch, f\u00fcnfmal Florenz, einmal Paris, einmal SwissAlpine, etc.<\/p>\n<p><em>Welches waren Ihre besten Zeiten?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em>KURTH: Meine Bestzeiten liegen bei: 10km \t\t &#8211; 41:00 min, Halbmarathon \u2013 1:32 h, Marathon    \t &#8211; 3:20 h, 50km\t\t &#8211; 4:36 h, 100 km\t \t &#8211; 11:52 h.<\/p>\n<p><em>Warum eigentlich Marathon, was ist das Besondere an dieser klassischen Strecke, wo liegen die Schwierigkeiten?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Marathon ist und bleibt ein Mythos. Das Besondere an der Distanz von 42,195 km ist das \u00dcberwinden der k\u00f6rperlichen Leistungsgrenze, abh\u00e4ngig von der gelaufenen Geschwindigkeit. Bei einem ambitioniert gelaufenen Marathon verbraucht der K\u00f6rper bis ca. 35 km s\u00e4mtliche Kohlehydratvorr\u00e4te, danach ist er allein auf den Fettstoffwechsel angewiesen. Die Kunst ist es, den K\u00f6rper durch ein ad\u00e4quates Training darauf vorzubereiten. Das gilt erst recht f\u00fcr die Ultradistanzen 50, 78 und 100 km. Die Schwierigkeit liegt eher in einem angepassten Training, hier spielt der Faktor \u201eZeit zum Laufen\u201c eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p><em>Was empfinden Sie nach einem erfolgreichen Lauf?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Zufriedenheit, Selbstbest\u00e4tigung, eine tiefe innere Ruhe<\/p>\n<p><em>Wie gesund ist der Marathon eigentlich: Ist er nicht auch immer eine besondere Belastung f\u00fcr den K\u00f6rper?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: Marathon\/Ultramarathon an und \u00fcber der Leistungsgrenze ist auf Dauer ungesund. Das Training daf\u00fcr ist jedoch aus meiner Sicht die ges\u00fcndeste Sportart f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper. Selbst jahrelanger Raubbau am K\u00f6rper l\u00e4sst sich durch gezieltes Training fast wieder \u201ereparieren\u201c. Ich rede hier aus eigener Erfahrung.<\/p>\n<p><em>Wie oft trainieren Sie pro Woche?<\/em><\/p>\n<p>KURTH: In der Wettkampfvorbereitung ca. f\u00fcnf bis sechsmal in der Woche gesamt ca. 70 bis 100 km. Ansonsten dreimal die Woche mit ca. 40 bis 60 km.<\/p>\n<p><em>Was w\u00fcrden Sie einem L\u00e4ufer empfehlen, der noch nie einen Marathonlauf absolviert hat. Wie bereitet er sich auf diese Strecke vor?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>KURTH: Langsames Aufbautraining mit drei bis vier Einheiten pro Woche. Wichtig ist die Steigerung der Ausdauerf\u00e4higkeit. Sie kann nur durch lange L\u00e4ufe deutlich unterhalb der anaeroben Schwelle erreicht werden. Dabei sollte der Pulsbereich in etwa bei 120 pro Minute liegen. Erst mit diesen Grundlagen ist ein marathonspezifischer Trainingsplan umsetzbar.<\/p>\n<p><em>Gibt es f\u00fcr Sie als L\u00e4ufer eigentlich noch Herausforderungen? <\/em><\/p>\n<p>KURTH: Selbstverst\u00e4ndlich. Neben den allgemeinen Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringt, gibt es noch so ein paar sportliche Events f\u00fcr die es lohnt, sich zu qu\u00e4len.<\/p>\n<p>Mein gr\u00f6\u00dftes sportliches Ziel im Jahr 2013 ist die Teilnahme Mitte August am 2. Berliner Mauerweglauf. Dieser Lauf wurde letztes Jahr anl\u00e4sslich des 50. Jahrestages des Berliner Mauerbaus erstmalig ausgetragen und sollte daran erinnern, dass einmal ganz West-Berlin von einer Mauer umringt war, an der viele Menschen unsinnig ihr Leben verloren haben.<\/p>\n<p>Die Strecke von 100 Meilen (das entspricht exakt einer L\u00e4nge von 160,9 km ) werden am St\u00fcck gelaufen, sie stellt f\u00fcr mich eine riesige Herausforderung dar, nicht nur als Wettkampf sondern auch als Vorbereitung. Ohne die Mitwirkung meines langj\u00e4hrigen Laufpartners Detlev Stumm aus Dachsenhausen, der mich bei vielen meiner Trainingsl\u00e4ufe begleitet, sowie die Teilnahme an diversen Marathons\/Ultramarathons als Vorbereitung (Marburg 50, Rom, Mittelrhein, Rheinsteig 50, Rengsdorf 50,\u2026.), w\u00e4re das Vorhaben 100 Meilen Berlin erst gar nicht m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Marathonl\u00e4ufe hat Ausdauersportler Thomas Kurth aus Winden bereits absolviert, immer wieder \u00fcberwindet er den &#8222;inneren Schweinehund&#8220;, wie er es nennt. Und auch in diesem Jahr hat sich der Windener Leichtathlet wieder einige Herausforderungen vorgenommen. \u00dcber seine Ziele und seine Erfahrungen sprach &#8222;Wir in Winden&#8220; mit Thomas Kurth. 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