Sonnenstrom aus Winden für 2000 Haushalte

Die Freude war den Projektpartnern anzusehen, die sich im Solarpark Winden versammelt hatten. Neben dem Ersten Beigeordneten Janusch Rommersbach waren Johannes Schardt, Kommunalmanager der Süwag, und Inga Vergin, Vorständin der Bürgerenergiegenossenschaft pro regionale energie eG vor Ort dabei. Nach rund fünfmonatiger Bauzeit nahmen sie die Anlage gemeinsam in Betrieb. Mit 6,2 Megawatt Leistung erzeugt die Anlage jährlich rund 6,2 Millionen Kilowattstunden Strom und kann damit rein rechnerisch rund 2.000 Haushalte versorgen.
„Ich bin stolz und glücklich, dass wir in Winden nun unseren eigenen Strom erzeugen und unseren Teil zum Klimaschutz beitragen“, betonte Beigeordneter Janusch Rommersbach. Schardt ergänzte: „Trotz zunehmend anspruchsvoller Rahmenbedingungen haben wir den Solarpark gemeinsam erfolgreich realisiert. Dank der Unterstützung durch die Gemeinde Winden und der sehr günstigen Anschlussbedingungen stellt er langfristig eine rentable Investition dar.“
„Ein besonderes Highlight ist, dass ein Teil dieses Parks dauerhaft den Bürgerinnen und Bürgern gehört – das ist ein starkes Zeichen für gemeinschaftliches Engagement“, betonte Vergin. Denn die pro regionale werde voraussichtlich 28 Prozent der Anteile am Solarpark erwerben. Weitere mindestens 21 Prozent erhält die Süwag und rund 50 Prozent sollen an die Ortsgemeinde gehen.
Begonnen hatte alles vor einigen Jahren mit einem Wald, der dem Borkenkäfer zum Opfer fiel. Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid und der Gemeinderat waren sich schnell einig, dass auf der so entstandenen 4,5 Hektar großen Kalamitätsfläche ein Solarpark entstehen sollte. Als Partnerin für die Umsetzung beauftragte die Gemeinde die Süwag. Sie hat die Anlage errichtet und betreibt sie nun für alle Eigentümer.
Tag der offenen Tür im August
In Kürze sollen sich auch interessierte Bürger und Bürgerinnen ein genaueres Bild vom Solarpark machen können. Am Samstag, den 22. August 2026, von 11 – 16 Uhr, lädt die Ortsgemeinde gemeinsam mit der Süwag und der Bürgerenergiegenossenschaft zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben Führungen durch die Anlage soll es ein buntes Rahmenprogramm geben. Weitere Informationen geben die Veranstalter rechtzeitig bekannt.






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Juli 14th, 2026 at 12:08 p.m.
Generell finde ich alternative Energie eine super Sache, aber diese Anlage hat leider nach wie vor einen bitteren Beigeschmack. Es stellt sich mir schon lange die Frage, ob solche Anlagen nicht eine Abstrahlungswärme erzeugen. Im Netz findet man hierzu folgendes und das ist kein Fake.
Ja, lokal kann ein Solarpark zu einer zusätzlichen Erwärmung beitragen, die gut messbar ist. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er das globale Klima stärker erwärmt. Wird derzeit wissenschaftlich untersucht.
Man muss zwischen zwei Ebenen unterscheiden:
* Lokale Erwärmung: Solarmodule absorbieren einen großen Teil der Sonneneinstrahlung. Nur etwa 20–25 % werden in Strom umgewandelt, der Rest wird letztlich als Wärme an die Umgebung abgegeben. Die Module können 50–70 °C oder mehr erreichen und erwärmen die Luft in ihrer unmittelbaren Umgebung. Gegenüber einer Waldfläche fehlt außerdem die starke Kühlung durch Verdunstung der Bäume.
* Globale Klimawirkung: Die von den Modulen aufgenommene Sonnenenergie wäre ohnehin auf die Erdoberfläche getroffen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, wie diese Energie verarbeitet wird. Ein Wald nutzt einen Teil der Energie für Verdunstung und speichert Kohlenstoff, während ein Solarpark einen Teil in Strom umwandelt und der Rest als Wärme abgegeben wird. Gleichzeitig kann der erzeugte Strom fossile Energieträger ersetzen und dadurch Treibhausgasemissionen vermeiden.
Und das hier kein Wald mehr war oder keiner mehr aufgeforstet werden konnte ist nicht nachvollziehbar, zumal ein vorher festgelegter Spielwald dem ganzen auch noch zum Opfer gefallen ist und mittlerweile schon wieder viele Flächen sich selbst generierert hatten. Auf dem Bild sieht man ja hinter der Anlage wie groß da die Bäume schon wieder sind. Für eine Rodung eines 4,2-Hektar-Waldes für einen Solarpark – sind aus Sicht des lokalen Klimas mehrere Effekte zu erwarten:
* Wegfall der kühlenden Wirkung des Waldes.
* Geringere Luftfeuchtigkeit.
* Wärmere Moduloberflächen als Baumkronen.
* Veränderung des Mikroklimas in und um den Solarpark.
Ob der Gesamteffekt auf das Klima positiv oder negativ ist, hängt davon ab, welche Zeitskala und welchen Maßstab man betrachtet:
* Lokal: Der Verlust eines Waldes führt in der Regel zu einer Erwärmung des Mikroklimas.
* Global: Der Solarpark kann durch die Verdrängung fossiler Stromerzeugung Treibhausgasemissionen reduzieren. Dem stehen jedoch die Emissionen und der Verlust der Kohlenstoffspeicherung durch die Rodung gegenüber.
Deshalb wird in der Fachwelt häufig empfohlen, Wälder möglichst nicht für Freiflächen-Photovoltaik zu roden, sondern Solarparks auf bereits versiegelten oder anderweitig vorbelasteten Flächen zu errichten. So lassen sich die Vorteile der Stromerzeugung nutzen, ohne die ökologischen Funktionen eines Waldes aufzugeben.
Vieleicht ein Anstoß für andere Projekte mit mehr Weitsicht und nicht wo ein Kindergarten von einem Industriegebiet und Backofen umzingelt wird.
Sollte ich mich hier falsch informiert haben, kann das hier gerne einer wissenschaftlich widerlegen.
Juli 16th, 2026 at 2:09 p.m.
„Sollte ich mich hier falsch informiert haben, darf das selbstverständlich gerne wissenschaftlich widerlegt werden.“
Als kleiner Denkanstoß: Es genügt, die PVHI-Formel (Photovoltaik-Wärmeinsel-Effekt) auf den geplanten Solarpark anzuwenden, um festzustellen, dass die oben genannten Aussagen überwiegend sachlich unzutreffend sind.
Darüber hinaus sollte ein Mitarbeiter des Bauamtes der Kreisverwaltung den grundlegenden Unterschied zwischen einem Industrie- und einem Gewerbegebiet kennen – dies gehört zum elementaren Fachwissen der Bauleitplanung.
Freundliche Grüße von einem nicht Windener
Juli 17th, 2026 at 6:13 a.m.
Vielen Dank für den Hinweis. Die Formel kann sich ja jeder anschauen “PVHI-Formel” , diese reicht allerdings nicht aus, um meine Aussagen als sachlich unzutreffend zu bewerten.Nach meinem Kenntnisstand beschreibt der Photovoltaik-Wärmeinsel-Effekt lokale Temperaturunterschiede im Umfeld von PV-Anlagen und widerlegt weder die kühlende Wirkung von Waldflächen noch die Veränderungen des Mikroklimas nach einer Rodung, bzw. Wenn sich ein Wald wieder generiert.
Die Anmerkung zum Industrie- bzw. Gewerbegebiet hat mit meiner eigentlichen Aussage zum Standort und den klimatischen Auswirkungen wenig zu tun. Ich bedanke mich aber für die Korrektur und gebe Ihnen recht. War von mir falsch geschrieben. Grundsätzlich halte Ich erneuerbare Energien für sehr wichtig. Mein Anstoß war, dass die Rodung eines Waldes oder einer Waldfläche die sich wieder am generieren ist, für einen Solarpark lokale Auswirkungen auf das Mikroklima haben. Dass Solarmodule Wärme abstrahlen und dass Waldflächen durch Verdunstung eine kühlende Wirkung haben, dies ist wissenschaftlich gut beschrieben. Ich denke das ist auch ein guter Kritik Punkt, wo heute weltweit Waldflächen in einem Ausmaß verschwinden, wo sich Menschheit mehr als jemals zuvor Gedanken machen muss. Und ich finde es klasse, dass wir uns alle unsere eigenen Gedanken zu diesen Themen machen dürfen und diese frei äußern dürfen.